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DR. HYMERS VORTRAG AN SEINEM 60-JÄHRIGEN JUBILÄUM IM PREDIGTAMT
“DIE SEGEN IN MEINEM LEBEN”

DR. HYMERS SPEAKS ON HIS 60TH ANNIVERSARY IN MINISTRY
“THE BLESSINGS OF MY LIFE”
(German)

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Richard Nixon Presidential Library,
Yorba Linda, California, gepredigt
Sonntag Abend, den 8. April 2018
A sermon preached at the Richard Nixon Presidential Library,
Yorba Linda, California
Lord’s Day Evening, April 8, 2018


Steht bitte auf, während ich den Bibelvers meines Lebens lese.

“Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus” (Phil. 4,13).

Nehmt bitte Platz.

Vielleicht wundert ihr euch, warum ich die Nixon-Bibliothek gewählt habe, um mein 60-Jahre Jubiläum zu feiern. Wenn ihr meine Autobiographie leset werdet ihr entdecken, wie ich diesen Lebensvers von Präsident Nixon her habe.

“Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus” (Phil. 4,13).

Mein Vater hat uns verlassen, als ich zwei Jahre alt war. Ich habe nie wieder bei ihm gewohnt. Ich wohnte nur mit meiner Mutter, bis ich 12 Jahre alt war. Nachher wurde ich hin und her gezogen, wohnend bei Verwandten, die mich überhaupt nicht bei sich haben wollten. Ich war Schüler in 22 verschiedenen Schulen, bis ich meinen Abschluß von der High-School machte. Ich war immer “der Neuling”. Ich war praktisch Waisenkind. Die größte Verlust war aber, ohne Vater aufzuwachsen. Ich war allein, ohne Hilfe noch Unterstützung. Aber am schlimmsten war, ich hatte keinen Vater als Musterbild. Ich schaute also nach historischen Personen, um zu erfahren, wie ein Mann sein sollte. Diese Männer wurden meine Helden.

Ich habe sie unterschieden, als weltliche Vorbilde und christliche Vorbilde. Meine christlichen Helden waren Männer wie Abraham Lincoln, John Wesley, Richard Wurmbrand und John R. Rice. Meine weltlichen Helden waren Winston Churchill und Richard Nixon. Ein Biograph von Nixon schrieb, “Er war Introvertierter in einem Beruf der Extrovertierten. Auf unglaublicher Weise wurde er ein erfolgreicher Politiker. Schüchtern und ein Bücherwurm, er wußte, er konnte niedergeschlagen und abgezählt werden, aber doch—immer und über alle Hindernisse—wieder erstehen.” Nein, er war kein Christ. Aber ja, er kam immer zurück, wieder zu kämpfen. Phil. 4,13 war Nixons Lieblingsvers in der Bibel.

Nachdem ich erfuhr, warum dieser Vers Präsidenten Nixon so gefiel, konnte ich ihn nie mißachten. Er hatte so viele Hindernisse überwunden, daß ich ihn als Gleichgesinnten betrachtete. In den finstersten Stunden meines Lebens habe ich oft gedacht, “Wenn Richard Nixon den Watergate-Skandal überleben konnte, so kann ich dieses überleben.” Der Fernsehjournalist Walter Cronkite sagte, “Wenn Sie oder ich Richard Nixon wären, da wären wir tot.” Mir war er der Archetyp der Entschlossenheit. Nixon sagte, “Ein Mensch wird nicht fertig, wenn er verliert. Er wird fertig, wenn er es aufgibt.” Nichts konnte ihn stoppen. Er hat die Präsidentenwahl 1960 gegen John F. Kennedy verloren. Er verlor 1962 die Wahl um das Amt von Gouverneur von Kalifornien. Er errang 1968 das Präsidentenamt. Er wurde wegen des Watergate-Skandals aus seinem Amt getrieben. Er ist aber immer zurückgekommen. Daher ist er, auch wenn er kein Christ war, einer meiner weltlichen Helden.

Der Apostel Paulus schrieb,

“Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus” (Phil. 4,13).

Das heißt doch nicht, das ich wieder Haare auf meinem Kopf haben könnte. Es heißt nicht, ich könnte fliegen! Es heißt nicht, ich wäre mit Mathematik gut. Der Apostel hat damit gemeint, er konnte alle Prüfungen aushalten, er konnte alle Hindernisse überwinden—durch Christum, der ihn mächtig machte. Ich das auch in mir selbst erfahren. Ich danke Gott wegen dieses Verses. Ich danke Gott aber mehr, wegen des Christi, den er mir gab, mich zu verstärken! Ich habe in der Universität versagt, aber Christus hat mich verstärkt, daß ich zurückging, und dreimal Doktor wurde. Es ist mir nicht gelungen, Missionär zu werden, aber Christus hat mich zu einer Quelle der Macht für Leute um die Welt, durch unsere Webseite.

Und wenn ihr mein Buch leset, da werdet ihr sehen, warum das Lied, das Herr Griffith gerade gesungen hat, meine Lieblingshymne ist.

Der Herr hat uns gerufen; die Bahn mag düster sein
   Und Gefahr und Trauer sind darauf gestreut;
Gottes heilige Geist wird doch die Müdeb trösten;
   Wir folgen dem Heiland und gehen nicht zurück;
Der Herr hat uns gerufen, auch wenn Zweifel und Versuchung
   Unseren Weg umrahment, singen wir fröhlich:
“Drängt vorwärts, schaut aufwärts,” durch große Trübsal
   Müssen die Kinder Sions ihrem König folgen.
(Übersetzung von “The Master Hath Come” von Sarah Doudney, 1841-1926).

Ich schrieb meine Autobiographie, da mein Sohn Robert mir sagte, ich sollte das. Es war keine Freude, sie zu schreiben, weil mein Leben so voll Widrigkeit, Kampf und Schmerzen war. Mehrmals habe ich gedacht, ich soll den Manuskript wegschmeißen, da er so negativ war. John Samuel Cagan sagte aber, “Schmeißen Sie das nicht weg, Doktor Hymers. Es fehlt nur noch ein Kapitel. Schreiben Sie von dann, als Ihre Mutter Ihnen sagte, 'zähle deine Segen.'” Ich habe auf John aufgepaßt, und schrieb das letzte Kapitel, das ich für euch nun kurz fasse.

Ich saß neben das Bett meiner Mutter im Krankenhaus. Es war einige Wochen nach dem Erntedankfest. Wir hatten von einem unserer beliebtesten Personen, Abraham Lincoln, und wie Präsident Lincoln das Erntedankfest zum einem nationalen Feiertag gemacht hatte. Wir sangen das Lied, das wir zum Erntedankfest gesungen hatten.

Wenn du auf den Wogen des Lebens vom Sturm geworfen wirst,
Wenn du entmütig wirst, und meinst, alles sei verloren,
Zähle deine Segen, benenne sie einen nach dem anderen,
Und es wird dich überraschen, was der Herr getan hat.
Zähle deine Segen, benenne sie einen nach dem anderen,
Zähle deine Segen, siehe, was Gott getan hat!
Zähle deine Segen, benenne sie einen nach dem anderen,
Zähle deine Segen, siehe, was Gott getan hat.
   (Übersetzung von “Count Your Blessings”
      von Johnson Oatman, Jr., 1856-1922).

Als wir zum Ende des Liedes kamen sagte Mutter, “Ach Robert, wir haben wirklich so viel in unseren Leben, wofür wir dankbar sein sollen.” Dann fingen wir an, unsere Segen zu zählen, “einen nach dem anderen.” Vorerst gab sie Dank wegen unserer Jungen, Robert und John. Dann gab sie Dank wegen Ileana, meiner Frau. “Sie ist mir so gut, Robert, und sie ist so eine gute Mutter und Ehefrau.” Sie dankte Gott, daß sie in unserem Haus wohnte. Sie dankte Gott wegen unserer Kirche. Sie gab Dank wegen unserer Mitglieder, “einen nach dem anderen.” Dann erwähnte ich mehrere Dinge, wofür wir dankbar sein sollten. Und wir haben den Refrain wieder gesungen.

Zähle deine Segen, benenne sie einen nach dem anderen,
Zähle deine Segen, siehe, was Gott getan hat.

Es war sehr spät in der Nacht. Ich habe sie geküßt, und als ich das Zimmer verließ sagte sie etwas, was ich nie vergessen werde, so lange ich lebe. Sie sagte, “Robert, du bist das beste, was mir je geschehen ist.” Meine Augen wurden voll Tränen, als ich ihr Zimmer verließ und aus dem Krankenhaus in die Nacht ging. Das war das letzte Gespräch, das ich je mit ihr hatte. Später in der Nacht hatte sie einen massiven Schlaganfall, der ihr das Leben nahm.

“Schmeißen Sie Ihr Buch nicht weg, Dr. Hymers. Es fehlt nur ein Kapitel. Schreiben Sie von dann, als Ihre Mutter Ihnen sagte, 'zähle deine Segen.'” Hier also sind einige der unglaublichen Segen, die Gott mir bei meiner Pilgerfahrt des Lebens geschenkt hat.

Erstens will ich Gott danken, daß meine Mutter endlich selig wurde. Sie war mehr als 80 Jahre alt, und ich dachte, sie würde nie bekehr werden. Ich war mit Ileana und den Jungen in New York, wo ich bei mehreren Kirchen predigte. Als ich in unserem Zimmer hin und her ging, betete ich, daß meine Mutter selig werde. Dann wußte ich plötzlich, sie wird selig. Ich hatte, wie die Alten sagten, “durchgebetet.” Ich rief Dr. Cagan am Telefon und bat ihn, daß er zu meiner Mutter gehe, und sie zu Christo führe. Sie hatte ihm nie zuvor zugehört. Diesmal aber traute sie Jesu. Es war ein Wunder, wie alle wahrhaftige Bekehrungen sind. An dem Tag hörte sie auf zu rauchen und zu trinken. Ärzte haben mir gesagt, daß ein Alkoholiker, der so plötzlich aufhört zu trinken, Schüttelkrämpfe haben wird, außer man ihm Phenobarbital gebe. Das geschah ihr aber nicht. Es war ein Wunder. Sie hat nie wieder eine Zigarette geraucht und nie wieder Alkohol getrunken. Sie hat die Bibel mehrmals durchgelesen, und ist mit mir jede Woche viermal in die Kirche gekkommen. Am 4. Juli, ihrem Lieblingsfeiertag, habe ich sie getauft. Ich danke also Gott wegen der Bekehrung meiner Mutter.

Zweitens danke ich Gott für Ileana, meine wunderbare Frau. Sie war zu einer Trauung, die ich führte, gekommen. Vor der Trauung predigte ich über Joh. 3,16. Das war die erste Predigt, die sie je in einer protestantischen Kirche gehört hatte. Sie hat die Einladung zum Altar beantwortet, und wurde sofort selig! Das erste Mal, als ich sie bat, mich zu heiraten, sagte sie, “nein.” Mein Herz war gebrochen. Orlando und Irene Vazquez (die heute Abend hier sind) luden mich ein, mit ihnen nach Puerto Rico zu reisen. Ich bin ja gegangen, aber ich dachte die ganze Zeit von Ileana. Sie dachte an mich auch. Sie sagte, “Ich hoffe, er frage mich wieder.” Das habe ich getan, und diesmal sagte sie “ja”. Wir sind jetzt fünfunddreißig Jahre verheiratet. Ich danke Gott täglich wegen meiner süßen kleinen Frau! Sie hat mir ein Zettel geschrieben, woran es stand, “Robert, ich liebe dich vom ganzen Herzen und von ganzer Seele. Liebe immer, dein Ileana.” Sie ist wie das tugendsame Weib in Spr. 31. Man hat nur jenes Kapitel zu lesen, um zu sehen, das beschreibt mein Liebchen, Ileana. Ich werde sie immer in meinem Herzen schätzen. Ihr Vater ist heute Abend hier. Er ist den ganzen Weg von Guatemala gekommen, um hier zu sein. Vielen Dank, Herr Cuellar! Und ihr Bruder ist mit seiner Familie auch hier. Danke, Erwin!

Drittens danke ich Gott wegen meiner zwei Söhne, Robert und John. Sie sind Zwillinge, und sind jetzt 34 Jahre alt. Sie haben beide den Diplom von der Staatsuniversität Kalifornien zu Northridge. Robert ist mit einer schönen Koreanerin, namens Jin, verheiratet. Ihre Eltern sind heute Abend hier, sowie auch ihr Bruder und seine Frau. Vielen Dank, daß ihr gekommen seid! Robert und Jin sind die Eltern von zwei Mädchen, Hannah und Sarah. Ich danke Gott, daß er mir solche schöne Enkeltöchter geschenkt hat.

Mein anderer Sohn heißt John Wesley, nach dem großen englischen Prediger genannt. Robert und John sind bei jeder Versammlung unserer Kirche anwesend. Wesley ist ein Gebetsmensch. Er betet und liest die Bibel, oft stundenlang. Er ist ein guter Christ, und er ist mir auch ein Freund. Ich bin mit beiden meiner Söhne zufrieden. Sie sind mir und meiner Frau ein unaussprechliches Segen.

Ich danke Gott wegen Dr. Christopher Cagan. Er ist der Bruder, den ich nie hatte. Er ist mein engster Freund und nächster Kollege. Wir respektieren einander so sehr, daß wir uns einander nie mit Vornamen anreden. Auch wenn wir allein sind sage ich ihm immer “Dr. Cagan” und er mir “Dr. Hymers”. Ich danke Gott, daß er mir so einen weisen und treuen Freund geschenkt hat. Wir verstehen einander. Wir sind beide ziemlich introvertiert, und wir verbringen viel Zeit allein im Gebet und Bibelstudium. Er ist in seiner Denkweise wissenschaftlicher und mathematischer als ich. Ich bin eher mystisch und intuitiv. Wir sind aber doch vollkommen ruhig bei der Zusammenarbeit. Wir sind Partner, wie Holmes und Watson, oder Johnson und Boswell (jemand hat dazugefügt, “wie Dick und Doof,” die alten Komiker).

Ich bin der Erfinder und er der Zusammenfasser. Ich denke literarisch; er denkt mathematisch. Er hält mich für einen Führer; ich halte ihn für einen Genie. Unsere Partnerschaft ist uns beiden ein Segen. Ich danke Gott wegen Dr. Christopher Cagan.

Ich danke Gott wegen John Samuel Cagan. Er ist der älteste Sohn von Dr. und Frau Cagan. John ist der junge Mann, der diesen Gottesdienst führt. Gestern wurde er als baptistischer Pastor ordiniert. Er ist also nun Pastor John Samuel Cagan! Er ist ein sehr guter Prediger und Ratgeber. Ich betrachte John als meinen “Sohn” im Amt. Er ist in seinem zweiten Jahr bei der Talbot School of Theology in der Biola-Universität. Er ist hoch intelligent. Kein Wunder, denn sein Vater ist zweimal Doktor und seine Mutter Judy ist Ärztin. John ist Ehrenstudent, mit lauter 1er. Er will Doktor der Theologie werden. Im Alter von 24 hat John schon bei evangelistischen Versammlungen in Indien, der Dominikanischen Republik, und drei afrikanischen Landen gepredigt. Jeden Sonntag Morgen predigt er in unserer Kirche. Wir verbringen jeden Donnerstag Nachmittag beisammen, und diskutieren die Theologie und das Werk des Predigtamts. Ich danke Gott wegen John. Er wird mein Nachfolger, als der nächste Pastor unserer Kirche. Er ist mein Freund. So einfach ist es.

Ich danke Gott wegen Noah Song. Er ist mein anderer “Predigerjunge”. Noah macht seine Arbeit bei der Universität fertig; nachher wird er am Seminar studieren. Er und John Cagan machen einen guten Team, und sie werden unsere Kirche in der Zukunft führen.

Ich danke Gott wegen Noah, Aaron Yancy und Jack Ngann. Sie sind unsere neu ordinierten Diakonen. Aaron ist mein Kumpel. Er schaut auf mich wie eine Henne mit nur einem Küken. Er ist einer meiner engsten Freunde. Jack Ngann ist verheiratet und hat zwei Söhne. Und hier ist etwas, was ihr vermutlich nicht wißt. Ich bin noch nicht fertig! Im kommenden Jahr werde ich eine nagelneue chinesische Kirche im Haus von Jack Ngann gründen.

John Cagan, Noah Song, Aaron Yancy, Jack Ngann und Ben Griffith sind meine Partner im Gebet. Jeden Mittwoch Abend treffen wir im Arbeitszimmer in meinem Haus zum Gebet. Ich danke Gott wegen dieser Männer. Sie haben mir geholfen, schwere Zeiten zu überleben, besonders während meiner Krebsbehandlung.

Ich danke Gott wegen Dr. Chan, Frau Salazar, und die “39”. Dr. Chan ist unser stellvertretender Pastor, mit Evangelismus und unserer telefonischen Nachfaßarbeit beauftragt. Frau Salazar ist im Auftrag unseres spanischen Amtswerk. Die “39” sind die treuen Leute, die unsere Kirche während einer großen Spaltung vor dem Konkurs gerettet haben. Ich danke Gott für sie alle. Ich danke Gott wegen Herrn Abel Prudhomme. Er war es, der die Spaltung gestoppt hat. Und ich danke Gott für Virgel und Beverly Nickell. Sie sind das Ehepaar, das die Mehrheit des Geldes geliehen hat, unser Kirchengebäude zu kaufen. Sie haben nie in ihrer Unterstützung von uns geschwankt. Sie sind nun geehrte Mitglieder unserer Kirche.

Etwa die Hälfte unserer Kirchengemeinde besteht aus jungen Menschen im Alter von weniger als 30 Jahren. Es hat mir immer sehr gefallen, Pastor für junge Leute zu sein. Unsere jetzige Gemeinde ist unter den besten, die ich je gekannt habe. Wir haben eine wunderbare Gruppe der Diakonen. Es sind acht ordinierte Diakonen, und wir wechseln sie alle zwei Jahre ab. Aaron Yancy ist der ständige Vorsitzende der Diakonen; also wird er nie abgewechselt. Ich danke Gott für diese Männer.

Die älteren Leute in unserer Kirche unterstützen uns stark bei allem, was wir tun. Sie sind bei jeder Versammlung anwesend. Sie beten sehr gut, und arbeiten schwer, unsere Kirche aufzubauen. Ich mache mir keine Sorgen, wenn ich John Cagan und seinem Vater mit dem Gottesdienst Sonntag morgens vertraue, während ich nach Montebello fahre, eine neue chinesische Kirche zu gründen. Ich traue ihnen vollkommen. Jeden Sonntag Abend werde ich zur Mutterkirche kommen, beim Abendgottesdienst zu predigen.

Mein ganzes Leben geht um die Leute unserer Kirche. Sie sind meine “Verwandtschaft”. Ich freue mich sehr, der Patriarche von so einer wunderbaren Großfamilie. Jesus hat gesagt,

“Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt” (Joh. 13,35).

Ich kann auf keine bessere Weise denken, diese Rede zu schließen, als euch eine wahre Geschichte zu erzählen. Als ich bei der Church of the Open Door im Landkreis Marin predigte, habe ich immer eine Gruppe der jungen Leute jeden Freitag und Samstag Abend nach San Francisco gebracht. Ich habe in der Straße gepredigt, während sie Flugschriften austeilten. Wir gingen oft zum Stadtteil North Beach. Das was eine ziemlich schäbiges Stadtteil, wo die Leute Rauschgift nahmen, und es gab dort mehrere Striplokale. Ich habe meistens auf dem Bürgersteigvor einem Striplokal gepredigt, das hieß “The Garden of Eden”!!!

Eines Abends brachten einige der Jugendlichen einen jungen Mann zu mir. Er sagte mir, er hatte eine sehr teuere Sucht nach Heroin. Er sagte mir, er wollte sie loswerden. Als ich mit ihm redete habe ich geahnt, er hat es ernst gemeint. Am Ende des Abends sagte ich ihm, er soll in meinen Wagen einsteigen, und ich brachte ihn zu meiner Wohnung zurück. Ich ließ ihn in der Küche bleiben, schloß die Tür meines Schlafzimmers zu, und schlief ein.

Über die folgenden Tage erlebte er furchtbare Entzugserscheinungen, als er auf dem Fußboden der Küche saß. Endlich wurde er ruhiger, und fragte mich, ob jemand eine Gitarre habe. Ich ließ unsere Jugendlichen eine bringen. Er saß ein paar Tage weiter auf dem Fußboden und klimperte darauf. Dann bat er um ein Gesangbuch. Ich habe den Namen des Jungen vergessen. Ich habe ihn immer DA, “Drug Addict” (Rauschgiftsüchtiger), geheißen!

Then one day DA said to me, “Listen to this.” He picked up the guitar, opened the hymnal, and sang Albert Midlane’s (1825-1909) hymn, “Revive Thy Work” to his new tune. Absolutely beautiful! We sing that hymn to DA’s tune to this day! Eines Tages dann sagte DA mir, “Hören Sie zu.” Er nahm die Gitarre auf, machte das Gesangbuch auf, und sang Albert Midlanes (1825-1909) Hymne, “Revive Thy Work” (Belebe dein Werk), mit seiner eigenen neuen Melodie. Absolut schön! Wir singen nun jene Hymne bis zum heutigen Tag mit DA's Melodie!

Belebe dein Werk, O Herr! Deine mächtige Arm entblöße,
   Sprich mit der Stimme, die die Toten erweckt, Und lasse dein Volk hören.
Belebe! Belebe! Und gib erfrischende Schauer;
   Die Herrlichkeit wird ganz deine sein; das Segen wird das unsere.
(Übersetzung von “Revive Thy Work” von Albert Midlane, 1825-1909).

Als ich nach Los Angeles heimkam habe ich Kontakt mit DA verloren. Das Leben ging weiter, und schließlich befand sich unsere Kirche im Gebäude, wo wir jetzt sind. Eines Abends klingelte das Telefon. Ich ging in mein Büro und sagte, “Hallo.” Es sprach eine Stimme am Telefon, “Hallo, Dr. Hymers, hier DA.” Ich sagte, “Wer?” Er sagte, “DA. Sie erinnern sich wohl, Drug Addict—DA.” Ich bin fast hingefallen. Ich hatte seine Stimme fast dreißig Jahre nicht gehört! Ich fragte, “Wo sind Sie jetzt?” Er sagte, Ich bin in Florida. Ich bin verheiratet. Ich habe ein paar Kinder und eine gute Frau. Und ich bin Lehrer bei unserer Sonntagsschule in unserer Kirche.”

Ich habe vor lauter Freude gelacht! Den ganzen Weg heim habe ich jenen Abend gesungen! Es ist zu solchen Zeiten, daß ich mich freue, daß ich vor 60 Jahren ins Amt kam. Es war doch des Leides und der Schmerzen wert! Junge Leute wie DA zu gewinnen hat meine Freude vollständig gemacht!

Das Leid und die Schmerzen schmelzen, wenn ich an die jungen Leute denken, die selig geworden sind. Meine sechzig Jahre im Amt haben mir Zeiten der großen Freude gemacht. Ich würde das Amt nie gegen alles andere austauschen!

Wie immer muß ich ein paar Minuten nehmen, das Evangelium zu erklären. Jesus kam vom Himmel hernieder auf einem Hauptgrund—er kam, am Kreuz zu sterben, die Strafe unserer Sünde zu bezahlen. Er erstand leiblich, Fleisch und Bein, am Ostersonntag. Er goß sein wertes Blut aus, uns aller Sünde rein zu machen. Er sagten uns, wir sollen ihm trauen, und wir werden der Sünde rein gemacht.

Ich habe versucht, die Seligkeit damit zu verdienen, daß ich perfekt werde. Ich war Pharisäer. Aber am 28. September 1961, in der Biola-Universität, habe ich Jesu getraut. Es war dieses Lied, das mich zu Christo brachte:

Lange lag mein inhaftierter Geist,
   Fest in der Sünde und der Nacht der Natur gebunden.
Dein Auge verbreitete erquickende Strahlen,
   Ich wachte auf, der Kerker brannte mit Licht.
Meine Ketten sind abgefallen, mein Herz war frei,
   Ich stand auf, ging hinaus, und folgte dir.
Erstaunliche Liebe! Wie kann es sein,
   Daß du, mein Herr, für mich sterben solltest?
(“And Can It Be?” von Charles Wesley, 1707-1788).

Jesus war Gott Fleisch geworden. Er starb für mich. Ich dachte an ihn auf einer neuen Weise. Ich traute Christo. Es ist mein Gebet, du wirst Jesu trauen und selig werden. Dann, ohne weiteres, gliedere dich einer Bibeltreue Kirche an, und lebe dein Leben für Jesum Christum.

Und ich sage euch allen, “Gott segne euch, wie er mich, trotz aller Chancen und aller Fürchte, gesegnet hat.” “Ich habe keine größere Freude denn die, daß ich höre, wie meine Kinder in der Wahrheit wandeln.” (III Joh. 4). Amen.

Ich lasse nun Pastor John Cagan diesen Gottesdienst schließen. (John verkündigt die Geburtstage von Dr. und Frau Hymers, mit zwei Torten und “Happy Birthday to You.”) (das übliche amerikanische Geburtstagslied).


WENN SIE DR. HYMERS ANSCHREIBEN MÜSSEN SIE IHM SAGEN, AUS WELCHEM LAND SIE SCHREIBEN; SONST KANN ER IHREN EMAIL NICHT BEANTWORTEN. Wenn Sie von dieser Predigt gesegnet worden sind, senden Sie einen Email an Dr. Hymers, und sage ihm, aber schließe immer ein, aus welchem Land Sie schreiben. Dr. Hymers' Email ist rlhymersjr@sbcglobalnet (hier anklicken). Sie dürfen Dr. Hymers auf jeder Sprache anschreiben, aber, wenn Sie es können, auf Englisch. Wenn Sie Dr. Hymers einen Brief per Post schreiben wollen, seine Adresse ist P.O. Box 15308, Los Angeles, CA 90015. Sie dürfen ihn telefonisch zu (818) 352-0452 anrufen.

(ENDE DER PREDIGT)
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Diese Predigte stehen nicht unter Urheberrecht. Sie dürfen sie ohne Genehmigung
gebrauchen. Alle der Video-Predigte von Dr. Hymers stehen jedoch unter Urheberrecht,
und dürfen nur mit Genehmigung gebraucht werden.

Schrift vor der Predigt von Herrn John Wesley Hymers gelesen: Psalm 27,1-14.
Solo vor der Predigt von Herrn Benjamin Kincaid Griffith gesungen:
“Must Jesus Bear the Cross Alone?” (von Thomas Shepherd, 1665-1739; erste und letzte Verse)/
“The Master Hath Come” (von Sarah Doudney, 1841-1926; die letzten zwei Verse).