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ER HÖRTE DIE PREDIGTE ABER WURDE NICHT SELIG!

HE HEARD THE SERMONS BUT WAS NEVER SAVED!
(German)

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt
Sonntag Abend, den 2. December 2012

“Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern.” (Mark. 6,20).


Herodes Antipas war einer der Enkel von Herodes dem Großen, der als Jesus geboren war geherrscht hat. Herodes Antipas wurde “Herodes den Vierfürsten,” denn er der Fürst eines Viertels von Galiläa gemacht worden war. Die Galiläer haben ihn auch “Herodes den König” genannt. Er hatte Herodias geheiratet, die die Frau seines Bruders Philips gewesen war. Johannes der Täufer hat sich empört, daß ein Fürst in Israel so eine schandhafte Sünde begehen würde. Er hat Herodes deswegen scharf gerügt. Herodes ließ Johannem inhaftieren, weil Herodias das wollte. Sie hat Johannes den Täufer gehaßt, weil er gegen ihre Ehe zu Herodes gesprochen hatte. Als Jesus ihn einen “Fuchs” nannte (Luk. 13,32), zeigte Jesus seine Mißbilligung des schlauen und listigen Charakters Herodes. Herodes war auch sehr abergläubig, ängstlich und zweisinnig. “Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten, und konnte nicht.” (Mark. 6,19).

“Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern.” (Mark. 6,20).

In diesem Text merken wir, Herodes hat Johannem hoch geachtet, hat ihn gerne predigen hören, machte vieles, was Johannes ihm gesagt hatte, er solle machen, doch ist er ewig gestorben.

Vor einigen Wochen sprach ich von Felix, dem römischen Landpfleger, zu dem Paulus predigte. (Ap. 24). Felix hat gezittert als Paulus sprach, aber hat keine Buße getan, und Christo nicht getraut. Er hat Paulum öfters kommen lassen, “und besprach sich mit ihm.” (Ap. 24,26). Er wurde aber nie bekehrt. Ich habe gesagt, ich konnte an niemand denken, der so viele Predigte gehört hat, ohne bekehrt zu werden. Nachdem ich sprach hat mir Herr Griffith Herodes den Vierfürsten erwähnt, von dem unser Text spricht,

“Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern.” (Mark. 6,20).

Da ist also ein Mann, der jene abbildet, die in die Kirche kommen und die Predigte gern hören, die einige Sachen in ihren Leben ändern, aber Buße nicht tun und Christo nicht trauen. Wenn du in die Kirche kommst, aber noch nicht bekehrt worden bist, denke an viele Sachen im Leben Herodes und vergleiche ihn mit dir selbst.

I. Erstens hat Herodes Johannem hoch geachtet.

“Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war...” (Mark. 6,20).

Matthew Henry (ein protestantischer Pfarrer in England im 17. Jahrhundert) schrieb, “Es ist möglich, daß man ...gute Pfarrer hoch verehre...und doch selber ein böser Mann sei.”

Man kann den Prediger verehren. Man kann sagen, er sei “ein frommer und heiliger Mann” sei—und doch nicht selig werden. Ich erinnere mich an einen Mann, der als ich dort war in die chinesische baptistische Kirche hereinkam. Er sagte, der Pastor, Dr. Lin, sei ein großer Mann, wie er tatsächlich war. Dieser Mann meinte, Dr. Lin wäre so ein weiser und heiliger Bibellehrer, er wollte, daß sich seine Familie aus einer anderen baptistischen Kirche verlege, damit sie alle Dr. Lin jede Woche hören könnten. Er saß jeden Sonntag in der Kirche, und hörte gespannt zu, während Dr. Lin sprach. Jedes Mal, wenn man mit ihm sprach, zitierte er Dr. Lin. Aber nach ein Paar Jahren fing er an, die Bücher eines deutschen Mystikers, Jakob Böhme (1575-1624), zu lesen. Böhme war ein ganz merkwürdiger, nicht traditioneller, Autor, mit vielen allegorischen und ekzentrischen Auslegungen der Schrift. Dieser man fing an, Böhme zu Dr. Lin zu zitieren, und stand sogar auf, Ausschnitte aus den Büchern Böhmes bei den Bibelstunden zu lesen. Er wurde so mit diesem Mystiker hingerissen, er hat einen Argument mit Dr. Lin gehabt und hat die Kirche verlassen. Wenn ich daran denke, da zweifle ich, ob dieser Mann wirklich bekehrt worden wäre. Er hat Dr. Lin hoch respektiert und geachtet. Aber schließlich, wie Herodes Antipas, hat er den Pastor verworfen, wie Herodes schließlich Johannem den Täufer verwarf.

Eher oder später muß ein Mensch mehr als den Pastor anschauen, und Christum selber anschauen. Der Prediger soll die Leute unterrichten, bis sie Buße tun und die Wahrheit in Christo Jesu bekennen (siehe II Tim. 2,25). Herodes hat nie mehr getan, als Johannem zu respektieren und verehren. Er kam nie zu Jesu, und wurde nie selig. Spurgeon (ein bekannter englischer baptistischer Prediger im 19. Jahrhundert) sagte,

      Ob er wohl Johannem liebhatte, hat [Herodes] nie zu Johannis Herrn geschaut. Johannes hat es nie gewollt, daß man sein Jünger werde, sondern rief aus, “Siehe, das Lamm Gottes.” Herodes war einigermaßen ein Jünger Johannis, aber nie ein Anhänger Jesus. Man hat es leicht, den Prediger zu hören und ihn liebhaben und ihn verehren, und doch des Predigers Herr mag einem ganz unbekannt sein. Ich bitte euch, liebe Freunde, lasset es nich bei euch so sein...Zu Christo müßt ihr gehen: das Ziel unseres Amtes ist Christus Jesus. Wir wollen, daß ihr zu ihm direkt geht, bei ihm Vergebung suchen, von ihm die Erlösung, von ihm eine Änderung im Herz, von ihm ein neues Leben, denn es wird umsonst sein, wenn ihr dem treuesten Prediger zuhöret, und habt dem Herrn des Predigers nicht zugehört und dem Evangelio gehorcht. Ihr werdet Herodes sein, und nichts mehr, ohne daß die Gnade euch zu Jesu Christo führe.” (C. H. Spurgeon, “John and Herod,” The Metropolitan Tabernacle Pulpit, Band XXVI, Pilgrim Publications, 1972, S. 404).

II. Zweitens hat Herodes viel gemacht, als er Johannem predigen hörte.

“Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern.” (Mark. 6,20).

Herodes hat viel getan, wovon er Johannem hatte predigen hören. Er ist aber Herodias nicht losgeworden. Sie war seine eigene Nichte, und war mit seinem eigenen Bruder verheiratet gewesen. Sie war die Mutter von Kindern von seinem eigenen Bruder. Doch hat Herodes seine erste Frau, die ihm viele Jahre treu gewesen war, und hat zu sich diese böse, gottlose Frau, Herodias, in ihre Stelle genommen. Herodes machte mit ihr Blutschande getrieben. Der Einfluß dieser Frau war ihm der Fluch und Verfall.

Viele Menschen sind dadurch ruiniert worden, daß sie zu einer unbekehrten Person ein enges Verhältnis hatten. In der Bibel steht es,

“ Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen!”
       (II Kor. 6,14).

In der Bibel steht es,

“Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab.”
       (II Kor. 6,17).

In der Bibel steht es,

“Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.”
       (Jak. 4,4).

Wir haben junge Leute gesehen, die so unter dem Einfluß eines verlorenen Freundes waren, daß sie sich nicht von jener Person absondern und zu Christo kommen wollten. Spurgeon hat gesagt, “Es ist immer gefährlich, unter dem Einfluß eines unbekehrten Menschen zu sein, auch wenn er ganz moralisch sei...Gott helfe euch darüber zu steigen, [sonst] werdet ihr wie Herodes werden, und nichts mehr.” (Item, S. 406).

Herodes “gehorchte... in vielen Sachen”, die er Johannem predigen hörte—aber er hat diese greuelhafte Frau von ihm nicht weggetrieben. Johannes der Täufer hat ihn gewarnt, “ Es ist nicht recht, daß du deines Bruders Weib habest.” (Mark. 6,18). Hätte er sich bereut, sie weggeschickt, und Jesu getraut, da wäre Herodes selig geworden. “Aber,” sagt man, “das wäre ihm sehr schwer gewesen.” Ja, ich weiß, es scheint immer “schwer,” einen verlorenen Freund aufzugeben, oder eine leidenschaftliche Sünde. Aber zu so einer Sünde zu halten ist schließlich immer schwerer. Denn Herodias hat Herodes schließlich mit List dazugebracht, den Prediger, den er einst respektiert hatte, zu ermorden. Also sandte Herodes einen Scharfrichter, Johannem den Täufer zu enthaupten, und er brachte seinen Kopf zu jener abscheulichen und verachtenswerte Frau, die er mehr begehrte, als er Christum wollte!

Spurgeon sagte, “So ist es mit vielen hoffnungsvollen Zuhörern; sie haben die selben Prediger, vor denen sie einst gezittert haben, verleumdet und verfolgt, und, wenn sie konnten, haben sie sie geköpft. Mit der Zeit mögen die Menschen nicht, daß sie ermahnt werden, und sie machen mit diesem Mißgefallen weiter, bis sie das, was sie einst hoch geachtet haben, verspotten...Hütet euch! Ich bitte euch, hüte euch! Denn der Weg der Sünde führt abwärts. Ein Mensch mag evangelikal...und doch, unter gewissen Umständen, da kann er dazu kommen, daß er die Wahrheit, die er einst bekannte, haßt und verfolgt.” (Item, S. 407).

Wie ihr vielleicht wisst, manche, die diese Kirche dringend hassen, und uns boshaft angreifen, waren einst unsere Freunde, die mit uns beteten und sagten, sie hatten uns lieb. Der Wurzel von ihrem Haß liegt darin, daß sie die Sünde liebhatten, und haßte es, das man sie deshalb gerügt hat. Jesus sagte,

“Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwählt, darum haßt euch die Welt.” (Joh. 15,19).

III. Drittens ließ Herodes Gewissen ihm keine Ruhe.

Die Perikope, die Dr. Chan vor der Predigt gelesen hat, fing mit diesen Worten an,

“Und es kam vor den König Herodes (denn sein Name war nun bekannt) und er sprach: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten.” (Mark. 6,14).

Matthew Henry sagte, “Er hatte Johannem im Leben gefürchtet, und nun, als er meinte, er wäre ihm losgeworden, fürchtet er ihn zehnmal schlimmer, daß er tot ist. Es ist nicht schlimmer, von Gespenstern und Rachegeistern gespukt zu werden, als vom anklagenden Gewissen erschreckt zu werden.”

Schließlich konnten die List und die Beziehungen von Herodes ihn nicht retten. Der König Aretas, der König von Nabatea, dessen Tochter die erste Frau von Herodes war, bevor er sie für Herodias verließ, sandte seine Soldaten gegen Herodes. Das brachte Herodes Untergang an. Er wurde vor den römischen Kaiser Caligula gerufen. Der Kaiser nahm von ihm sein ganzes Reichtum und hat ihn verbannt, zu einem unerfindlichen Teil Frankreichs. Später wurde er nach Spanien verbannt, wo er in Armut starb. So endete sein irdisches Leben. “Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf.” (Luk. 16,23).

Herodes hörte Johannem den Täufer predigen, “[er] gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern”--aber er hat sich nie bereut, und er hat Jesu nie getraut. Johannes hat ihm Jesum gepredigt, aber er traute nie dem Heiland.

Es gibt welche unter euch hier heute Abend, die gekommen seid, die Predigt in unserer Kirche zu hören. Ihr kommt, aber ihr tut keine Buße, und ihr traut Jesu nicht. Ich ermahne euch, euer Ende wird nicht besser als das von Herodes Antipas sein. Ihr tut viele Sachen. Ihr zieht euch schön für die Kirche an. Ihr tragt eine Scofield Study Bibel. Ihr singt die Hymnen, vielleicht macht ihr auch Evangelismus. Ja, ihr macht viele Sachen, wie auch Herodes tat. Aber was ist mit Jesu?

Herodes hat Jesum einmal ganz kürzlich gesehen, gleich bevor der Heiland gekreuzigt wurde. Aber “ Aber Herodes mit seinem Hofgesinde … verspottete ihn, und sandte ihn wieder zu Pilatus,” dem römischen Landpfleger (Luk. 23,11). Bis dann war das Herz von Herodes so in der Sünde verhärtet, daß er den Sohn Gottes vor seinem Gesicht verspottet! Das wird auch mit euch geschehen, wenn ihr weiter die Predigte hört aber weigern, Jesu zu trauen. Obwohl er am Kreuz starb, unsere Schuld zu bezahlen, und für unsere Rechtfertigung erstand, da werdet ihr wie Herodes Antipas zu einem verhärteten Herzen und dem ewigen Höllenfeuer übergeben. Er hörte die Predigte, aber wurde nie selig! Ach, möge das nicht euer unglückliches Ende sein! Amen.

(ENDE DER PREDIGT)
Du kannst Dr. Hymers Predigte jede Woche am Internet lesen, an
www.realconversion.com. “Predigte auf Deutsch” anklicken.

You may email Dr. Hymers at rlhymersjr@sbcglobal.net, (Click Here) – or you may
write to him at P.O. Box 15308, Los Angeles, CA 90015. Or phone him at (818)352-0452.

Schrift vor der Predigt von Dr. Kreighton L. Chan gelesen: Mark. 6,14-20.
Solo vor der Predigt von Herrn Benjamin Kincaid Griffith gesungen:
“Almost Persuaded” (von Philip. P. Bliss, 1838-1876)


GRUNDRIß VON

ER HÖRTE DIE PREDIGTE ABER WURDE NIE SELIG!

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

“Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern.” (Mark. 6,20).

(Luk. 13,32; Mark. 6,19; Ap. 24,26)

I.   Erstens hat Herodes Johannem hoch geachtet, Mark. 6,20a;
siehe auch II Tim. 2,25.

II.  Zweitens hat Herodes viel gemacht, als er Johannem predigen hörte,
Mark. 6,20b; II Kor. 6,14. 17; Jak. 4,4; Mark. 6,18; Joh. 15,19.

III. Drittens ließ Herodes Gewissen ihm keine Ruhe, Mark. 6,14;
Luk. 16,23; 23,11.