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DIE ARBEIT EINES EVANGELISCHEN PREDIGERS

THE WORK OF AN EVANGELIST
(German)

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt
Sonntag Abend, den 25. November 2012

“Tue das Werk eines evangelischen Predigers.” (II Tim. 4,5).


Das Wort, das Luther als “evangelischer Prediger” übersetzt hat, erscheint nur dreimal im neuen Testament. Es wird uns in unserem Text gegeben, sowie auch in Ap. 21,8 und Eph. 4,11. Das griechische Wort “deutet auf einen Prediger des Evangelii hin” (Vine). In Eph. 4,11 sind “evangelische Prediger” auf einer Liste der begabten Männer, hinter “Aposteln” und “Propheten”. Die “evangelische Prediger” waren Männer, die Gott den Kirchen gegeben hat, die guten Nachrichten der Seligkeit in Christo den Unbekehrten zu predigen. Timotheus war ein Pastor, dem der Apostel Paulus sagte, er solle “das Werk eines evangelischen Predigers” tun. Das heißt, ein Pastor soll dieses Werk dadurch tun, daß er das Evangelium jenen Unbekehrten, die in seiner Kirche waren, und auch jenen Unbekehrten, die in die Kirche aus der Welt kommen. Was der Apostel Timotheo sagte betrifft also alle Prediger, “Tue das Werk eines evangelischen Predigers.” Dr. John Gill (1697-1771) sagte, “Das Werk von so einem ist keine Vorträge der Moralität vorzulesen...sondern Frieden, Vergebung, Gerechtigkeit, Leben und Seligkeit durch Jesum Christum alleine, aus der freien Gnade Gottes, zu predigen.” (John Gill, D.D., An Exposition of the New Testament, The Baptist Standard Bearer, 1989 Nachdruck, Band III, S. 340; Anmerkung zu II Tim. 4,5).

Das scheint ja ziemlich einfach. Die Pastoren sollen die Seligkeit durch Christum alleine predigen. Und das haben die Prediger Jahrhundertelang gemacht. Doch in diesen letzten Tagen, da sind zu viele Prediger verwirrt geworden. Wie Salomo es sagte, “Ich habe gefunden, daß Gott den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viele Künste.” (Pred. 7,29).

Anstatt evangelistische Predigte zu halten, halten viele Pastoren die sogenannten “auslegenden Predigte”, mit einer Einladung am Ende “angeschnallt.” Viele von ihnen wissen überhaupt nicht, wie man eine evangelistische Predigt vorbereiten soll! Dazu werden die “Einladungen” am Ende ihrer “Auslegungen” gegeben, ohne das Evangelium zu erwähnen—sogar ohne den Tod und die Auferstehung Christi zu erwähnen! Meiner Meinung nach ist das beklagenswert. Wir müssen das machen, was der Apostel uns ganz deutlich gesagt hat, wir sollen machen--”Tue das Werk eines evangelischen Predigers.”

Wir müssen nie annehmen, die Leute wissen, daß Christus für ihre Schuld starb! Wir müssen nie annehmen, sie wissen, daß er zu ihrer Rechtfertigung von den Toten erweckt wurde! Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer älteren Chinesin, die jahrelang eine Kirche besucht hatte, wo ihr komplizierte biblischen “Auslegungen” gegeben wurden. Aber als ich sie fragte, wie man selig wird, da hatte sie keinen Verstand mehr als was ein verlorener römischer Katholiker hätte! Wir müssen niemals annehmen, unsere Zuhörer seien selig, oder sogar wissen die Grundsätze des Evangelii!

Es gab einen Mann im neuen Testament, der ausdrücklich “Evangelist” genannt wurde. Im Ap. 21,8 wurde er “Philippus der Evangelist” genannt. In der Perikope, die Dr. Chan vor meiner Predigt vorgelesen hat, lesen wir von einem evangelistischen Treffen, das Philippus der Evangelist geführt hat. Viele der Kennzeichen eines evangelistischen Treffens werden in jener Perikope gegeben. Ohne die genaueren Einzelheiten von jenem bestimmten Treffen zu erwähnen, werde ich auf mehrere allegemeinen Kennzeichen, die die evangelistischen Gottesdienste, die Gott segnet, bekennzeichnen.

I. Erstens war es äußerst spannend, als Philippus predigte.

Ich lese nochmal die Perikope, die Dr. Chan vor dieser Predigt vorgelesen hat.

“Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen von Christo. Das Volk aber hörte einmütig und fleißig zu, was Philippus sagte, und sah die Zeichen, die er tat. Denn die unsauberen Geister fuhren aus vielen Besessenen mit großem Geschrei; auch viele Gichtbrüchige und Lahme wurden gesund gemacht. Und es ward eine große Freude in derselben Stadt.” (Ap. 8,5-8).

Ich glaube, ihr könnt die Spannung spüren, wenn ihr diese Perikope leset. Das war ein evangelistisches Treffen, das eine Erweckung wurde! Das habe ich mehrmals gesehen. Es gibt nichts aufregenderes, oder, mangels eines besseren Wortes, spannenderes als bei einem solchen Treffen zu sein. Niemand würde daran denken, bei so einem Treffen die Uhr anzuschauen! Ich war vor einigen Jahren bei einem solchen Gottesdienst in einem fundamentalistischen baptistischen Kirche in einem Staat im (amerikanischen) Süden. Das Treffen dauerte bis zur Mitternacht. Es hat um 19.30 Uhr enden sollen, doch ging es immer weiter. Rate mal! Kein einziger Mensch hat den Hörsaal verlassen! Kein einziger! Da waren Mutter, mit Babys im Kinderzimmer, aber sie haben sie vollkommen vergessen! Jeder hat sich nach einer einfachen Predigt des Evangelii nur an Jesum gedacht. Hoffentlich waren etwa fünfundsiebzig Personen bei jenem Abendgottesdienst bekehrt. Die Leute haben geweint. Die Leute haben geschrien. Die Leute haben gesungen. Es war sehr aufregend—einer der spannendsten Gottesdienste, die ich je besucht habe.

Ich habe aber auch Spannung, gewiß auf einer geringeren Stufe, bei vielen evangelistischen Gottesdiensten erlebt. Das Singen hat dabei eine besondere Kraft. Das Predigen ist fesselnd, und die Gebete halten die Achtung von allen. Man spürt, Gott wird dabei etwas machen, das die Leben ändert! So war es in Samarien—und so ist es eben bei einem guten evangelistischen Gottesdienst.

II. Zweitens hat Philippus Christum gepredigt.

“Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen von Christo.” (Ap. 8,5).

So hat man in der ganzen Apostelgeschichte “das Werk eines evangelischen Predigers” geleistet! Sie haben Christum gepredigt! Sie haben Christum gepredigt! Sie haben Christum gepredigt! So war es in Samarien. Philippus der Evangelist “predigte ihnen von Christo.” So war es, als Petrus den Heiden im Haushalt Cornelii predigte. Petrus sagte,

“Wir [haben] mit ihm gegessen und getrunken, nachdem er auferstanden war von den Toten. Und hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott zum Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.” (Ap. 10,41-43).

Petrus hat ihnen von Christo gepredigt! So ist es auch geschehen, als die Christen aus Zypern und Kyrene nach Antioch kamen, “und redeten auch zu den Griechen und predigten das Evangelium vom HERRN Jesus. Und die Hand des HERRN war mit ihnen, und eine große Zahl ward gläubig und bekehrte sich zu dem HERRN.” (Ap. 11,20.21). Und so war es in der ganzen Apostelgeschichte! Christus wurde gepredigt! Christus wurde gepredigt! Paulus war so vom Evangelio hingerissen, er sagte den erstaunten Korinthern,

“Denn ich hielt mich nicht dafür, daß ich etwas wüßte unter euch, als allein Jesum Christum, den Gekreuzigten.” (I Kor. 2,2).

Ihr Evangelismus war so Christozentrisch, man sagt, der Kaiser Nero habe gesagt, “Diese Christen beten einen toten Juden an!” Ach! Er hatte aber nur halb recht! Ja, Christus war tot gewesen, aber Petrus sagte dem zornigen Sanhedringericht ganz keck,

“Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zu einem Fürsten und Heiland, zu geben Israel Buße und Vergebung der Sünden. Und wir sind seine Zeugen über diese Worte und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen.” (Acts 5:31-32).

Das ist Predigt des Evangelii! Das ist der echte Evangelismus! Das ist das Werk eines evangelischen Predigers zu leisten! Wenn nur, um Gottes willen, jeder Prediger in Amerika, und in der Welt, Christum heute so predigte! Singt Hymne nr. 6 an euerem Liederblatt!

Ich erzähle gern die Geschichte, von ungesehenen Dingen oben,
   Von Jesu und seiner Herrlichkeit, von Jesu und seiner Liebe.
Ich erzähle gern die Geschichte, weil ich weiß, sie ist doch wahr;
   Sie befriedigt mir das Sehnen, wie sonst nichts tut.
Ich erzähle gern die Geschichte, 'Swird mein Thema in der Herrlichkeit sein,
   Die uralte Geschichte zu erzählen, von Jesu und seiner Liebe.

Ich erzähle gern die Geschichte; wunderbarer scheint sie mir
   Als alle goldnen Fantasien in unseren goldnen Träumen.
Ich erzähle gern die Geschichte, sie tat für mich so viel
   Und nun ist das der Grund, warum ich's dir erzähl'.
Ich erzähle gern die Geschichte, das wird mein Thema in der Herrlichkeit sein,
   Die uralte Geschichte zu erzählen, von Jesu und seiner Liebe.

Ich erzähle gern die Geschichte; es ist schön zu wiederholen
   Was jedes Mal, als ich sie erzähle, wunderbar süßer wird.
Ich erzähle gern die Geschichte, Denn viele haben nicht gehört
   Die Mär der Seligkeit aus Gottes eigenen Wort.
Ich erzähle gern die Geschichte, 'Swird mein Thema in der Herrlichkeit sein,
   Die uralte Geschichte zu erzählen, von Jesu und seiner Liebe.

Ich erzähle gern die Geschichte, denn jene, die sie am besten kennen,
   Scheinen immer noch zu hungern, wie die anderen sie zu hören
Und wenn in der Seligkeit ich das neue Lied dann singe
   Wird es noch die uralte Geschichte sein, das ich so lange geliebt habe.
Ich erzähle gern die Geschichte, 'Swird mein Thema in der Herrlichkeit sein,
   Die uralte Geschichte zu erzählen, von Jesu und seiner Liebe.
(“I Love to Tell the Story” von A. Catherine Hankey, 1834-1911).

In der Nacht, bevor er gekreuzigt wurde, führte Jesus seine Jünger ins Finsternis des Gartens Gethsemane. Die Jünger sind als Jesus betete eingeschlafen. In jenem Garten wurden die Sünden der Welt auf ihn gelegt. Das Gewicht unserer Sünden quetschte ihn, und “Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde.” (Luk. 22,44). Als er betete kam ein Schar der Offiziere vom hohen Priester und sie verhafteten ihn. Sie brachten ihn zum hohen Priester. Sie “schlugen ihn ins Gesicht.” (Luk. 22,64). Sie rissen Haarbüschel aus seinem Bart, und sie haben ihm ins Gesicht gespückt. (Jes. 50,6). Dann führten sie ihn zum römischen Landespfleger, Pontio Pilato. Pilatus ließ ihm den Rücken peitschen, bis das Blut auf seine Beine niederfloß. Sie haben ihm eine Dornenkrone gewoben und sie auf seinen Kopf niedergedrückt. Das Blut floß auf sein Gesicht und in seine Augen hinab. Auf seinen blutigen Rücken stellten sie ein Kreuz, und sie führten ihn zur Stelle der Kreuzigung. Sie haben Nägel durch seine Hände und Füsse geschlagen. Sie hoben sein Kreuz. Dort hing er, als die Pöbel ihn anschrie und spottete. Er betete, “Vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun!” (Luk. 23,34). Endlich schrie er aus, in einer lauten Stimme, “Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!” Er sagte, “ Es ist vollbracht!” und neigte das Haupt und verschied.

Sie nahmen seine Leiche vom Kreuz nieder und legten sie in ein neues Grab. Sie schloßen das Grab zu und stellten römische Wachmänner dort, es vor Räubern zu schützen.

Früh am Sonntagmorgen kamen Maria Magdalena und eine andere Maria zum Grab und sahen den Engel des Herrn auf dem abgerollten Stein sitzen. Der Engel sagte, “Fürchtet euch nicht. Ich weiß, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, da der HERR gelegen hat.” (Matt. 28,5.6). Am Abend des selben Tages erschien Christus seinen Jüngern. Er aß bei ihnen und sahen, er war kein Gespenst, sondern hatte einen erstandenen Körper, mit Fleisch und Knochen. In den nächsten 40 Tagen hat er ihenen vieles gelehrt. Schließlich sagte er ihnen,

“Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.” (Matth. 28,18-20).

“Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.” (Luke 24,51).

Es ist mein Auftrag, euch diese Geschichte zu erzählen! Das ist das Evangelium! Das ist mein Auftrag! Das ist der Auftrag jedes Predigers! “Tut das Werk eines evangelischen Predigers!!!” Ach! Es gibt aber noch was!

III. Drittens hat Philippus ihre Aufmerksamkeit erregt.

“Das Volk aber hörte einmütig und fleißig zu, was Philippus sagte, und sah die Zeichen, die er tat.” (Ap. 8,6).

Philippus hat Autorität über jene Menge der Heiden geübt! Keineswegs kann man sich einbilden, er habe ihnen eine sanfte “Bibelauslegung” gegeben! Das lasche Geschwätz, der oberflächliche Quatsch, der Sonntag morgens in vielen Kirchen bei uns herausgegeben wird, das hätte jene wilde Menge der Samaritaner völlig verachtet! Aber so hat Philippus nicht gepredigt! Das Volk “hörte zu”, was Philippus predigte, weil seine “Predigt war nicht in vernünftigen Reden menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft.” (1 Kor. 2,4).

So hat Philippus gepredigt. So hat Paulus gepredigt. Und so hat Petrus zu Pfingsten gepredigt. In Gottes Wort steht es, Petrus “erhob seine Stimme” zu Pfingsten (Ap. 2,14)! So hat Whitefield gepredigt! So hat Wesley gepredigt! So hat Howell Harris gepredigt! So hat Daniel Rowland gepredigt! So hat Christmas Evans gepredigt! So hat Richard Baxter gepredigt! Und so sollen wir auch heute predigen—ja! So müssen wir auch heute predigen—in diesem Alter Obamas—am Ende der Welt! Gott helfe uns! “Tue das Werk eines evangelischen Predigers”!

IV. Viertens hat Philippus ihre Emotionen aufgerührt.

Das tut immer die evangelistische Predigt! “Denn die unsauberen Geister fuhren aus vielen Besessenen mit großem Geschrei.” (Ap. 8,7). Es gibt immer eine emotionelle Antwort zur evangelistischen Predigt—und auch oft eine dämonische Antwort! Man kann das Werk eines evangelischen Predigers tun, ohne die Emotionen aufzuregen. Es kann nicht geschehen! Dr. Lloyd-Jones sagte, “Wo ist die Leidenschaft in der Predigt, die in der Vergangenheit die großen Predigte gekennzeichnet hat? Werden die heutigen Prediger nicht so bewegt und hingerissen wie so oft die großen Prediger der Vergangenheit wurden?...Ich sage wieder, daß ein Mann, der [ohne Leidenschaft] über diese Sachen reden kann, hat kein Recht, in der Kanzel zu sein, und soll nie dareingelassen werden.” (D. Martyn Lloyd-Jones, M.D., Preaching and Preachers, Zondervan Publishing House, 1971, pp. 90, 97).

Ich war vor ein Paar Wochen beim Bankett zur Pensionierung von Dr. Murphy Lum. Dort waren viele Leute, die ich in der chinesischen Kirchen kannte. Als der Sohn von Dr. Lum sprach, erwähnte er, er habe mich eine Predigt über die Wiederkunft Christi predigen hören, es habe ihm erschreckt, und er wurde selig. Ein Mann, der am selben Tisch saß, sagte, er habe mich eine Predigt über die Hölle predigen hören, und da ärgerte er sich sehr mit mir. “Aber,” sagte er, “aufeinmal hatte ich das Gefühl, ich muß geheilt werden,” und er traute Christo. So soll es auch sein. “Tue das Werk eines evangelischen Predigers.”

Das verlangt mehr, als euch das Evangelium zu sagen. Ihr werdet das Evangelium nicht ernst nehmen, ohne daß ihr emotionell bewegt werdet—geärgert oder erschrocken! Das Herz muß erst bewegt werden, “Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht.” (Röm. 10,10).

Ich sage euch, Christus kommt, diese Welt zu richten. Es kommen schon die Urteile. Seht die riesigen Orkanen an. Seht die riesigen Flute, die riesigen Schneegewitter, die Dürre im Mittelwesten, die Terroristen, die ganze Städte mit einer radioaktiven Bombe vernichten könnten, an. Seht ihr das nicht? Was wird euch geschehen wenn “das Große” (ein riesiges Erdbeben, das man längst an Amerikas Westküste erwartet) kommt—wenn sich die Erde aufmacht, und ihr fallt in die Hölle hinab? Was wird deiner Seele geschehen, wenn dein Leib kalt und steif im Leichenhaus liegt? Was wird dir geschehen, wenn du weitermachst, wie du jetzt machst—in der Kirche ein Spiel zu spielen? Mit deiner Seele zu spielen! Mit Gott zu spielen—und Gott wird dich nicht unbestraft freilassen, denn unser Gott ist ein brennendes Feuer!

Ist das dir alles ein Spiel? Hast du den heiligen Geist verworfen? Hast du heimliche Sünden begangen, die du meinst nie erwischt werden? Ist dein Herz voll böser Gedanken und Gotteslästerung? Ach, ich sage euch heute Abend, für einige unter euch ist es schon fast zu spät! Und für jemand hier ist es jetzt schon zu spät—wenn du sogar noch einen Tag ohne das vergebende Blut Christi weitermachst! Wende dich nicht von ihm! Mach's nicht wieder! Mach's nicht wieder! Ich warne euch—wendet euch nicht von ihm. Das kann deine letzte Stunde sein, ihm zu trauen, ehe das Gericht kommt! Es ist meine Pflicht, euch zu warnen. Es ist meine Pflicht, das Werk eines evangelischen Predigers zu tun. Steht bitte auf, und singt Hymne nr. 8 an euerem Liederblatt.

Zu lange vernachläßigte ich den Heiland. Zu lange hielt ich zu meiner Sünde.
   Zu lange entschuldigte ich mein Verwerfen. Und nun bin ich ohne ihn verloren.
Es ist spät, ach, so spät! Doch er klopft an die Tür.
   Und Jesus, der süße Heiland, ruft mich noch mal.

Zu spät, wenn mein Gewissen ausgebrannt ist, zu spät, wenn mein Herz wie Stein ist.
   Zu spät, wenn der Geist mich verlasse! Zu spät, wenn mein Leben ist aus.
Es ist spät, ach, so spät! Doch er klopft an die Tür.
   Und Jesus, der süße Heiland, ruft mich noch mal.

Zu lange ist eine Stunde, in dem man Christum verwirft. Zu spät mag es nach einem Tag sein.
   Heute ist der Tag der Seligkeit. O Jesu, ich wende mich nicht ab.
Es ist spät, ach, so spät! Doch er klopft an die Tür.
   Und Jesus, der süße Heiland, ruft mich noch mal.
(“Too Long I Neglected” von Dr. John R. Rice, 1895-1980).

Wenn du mit uns reden möchtest, wie man selig wird, gehe jetzt hinten im Saal. Dr. Cagan wird dich zu einer ruhigen Stelle führen, wo wir mit dir über das Vertrauen zu Christo reden können. Herr Lee, leite uns bitte im Gebet.

(ENDE DER PREDIGT)
Du kannst Dr. Hymers Predigte jede Woche am Internet lesen, an
www.realconversion.com. “Predigte auf Deutsch” anklicken.

You may email Dr. Hymers at rlhymersjr@sbcglobal.net, (Click Here) – or you may
write to him at P.O. Box 15308, Los Angeles, CA 90015. Or phone him at (818)352-0452.

Schrift vor der Predigt von Dr. Kreighton L. Chan gelesen: Ap. 8,5-8.
Solo vor der Predigt von Herrn Benjamin Kincaid Griffith gesungen:
“Too Long I Neglected” (von Dr. John R. Rice, 1895-1980).

GRUNDRIß VON

DAS WERK EINES EVANGELISCHEN PREDIGERS

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

“Tue das Werk eines evangelischen Predigers” (II Tim. 4,5).

(Pred. 7,29)

I.   Erstens war es äußerst spannend, als Philippus predigte,
Ap. 8,5-8.

II.  Zweitens hat Philippus Christum gepredigt, Ap. 8,5; 10,41-43;
11,20. 21; I Kor. 2,2; Ap. 5,31-32; Luk. 22,44. 64;
Jes. 50,6; Luk. 23,34. 46; Joh. 19,30; Matth. 28,5. 6;
Luk. 24,39; Matth. 28,18-20; Luk. 24,51.

III. Drittens hat Philippus ihre Aufmerksamkeit erregt, Ap. 8,6;
I Kor. 2,4; Ap. 2,14.

IV. Viertens hat Philippus ihre Emotionen aufgerührt, Ap. 8,7;
Röm. 10,10.