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EIN UNVERKENNBARER BEWEIS DES HEILS

AN INFALLIBLE PROOF OF SALVATION

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt
Sonntag Abend, den 22. Juli 2012

“Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. ” (I Joh. 3,14).


Wenn ich die Arbeit beginne, eine Predigt zu verfaßen, fang ich fast ohne Ausnahme damit an, daß ich die richtige Perikope finde, und zweitens, daß ich eine Hymne, die Herr Griffith, unser Soloist, vor der Predigt singen kann. Diesmal fand ich mich gezwungen, ihn “Blest be the Tie that Binds” (“Selig sei der Band, der Bindet”). Ich wollte eine andere Hymne gebrauchen, doch konnte keine andere finden. In den Hunderten der Hymnen in modernen Gesangbüchern konnte ich keine andere Hymne, die den Gedanken ausreichend ausdrückte, wie sich die Christen lieben. Ich kam aus meiner Suche traurig, mit tiefem Trauer und Schmerzen in meinem Herzen. Ich dachte, “Wie kann es sein, daß so wenig von der christlichen Liebe und Gemeinschaft in unseren heutigen Kirchen gesungen worden ist?” Gerade als ich das dachte, es schien mir, der Geist Gottes erinnerte mich an die prophetischen Worte Jesus,

“Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten. ” (Matth. 24,12).

Christus gab das als eins der Kennzeichen von “dem Ende der Welt.” (Matth. 24,3). Sind wir jetzt schon in jener geschichtlichen Zeit? Leben wir nahe zum Ende dieses Zeitalters, gleich vor dem Anfall des Gerichts? Jedes Zeichen deutet, anscheinend, dazu, wir leben in jenem Alter—daß der Zorn Gottes bald auf die böse Generation fallen werde. Die Jünger fragten, “Was wird das Kennzeichen deiner Wiederkunft, und des Ende der Welt?” (Matth. 24,3). Unter den Zeichen, die Christus als Antwort zu jener Frage gab, war dieses:

“Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten. ” (Matthew 24:12).

Irret nicht; das Wort, das als “Liebe” in Matth. 24,12, und das Wort, das als “Liebe” in unserem Text übersetzt wird, kommen beide vom griechischen Wort “agape”. George Ricker Berry sagte, es deutet auf die “Liebe der Gefühle, instinktive Zuneigung.” (Greek-English New Testament Lexicon). Das Wort “agape” wird im neuen Testament gebraucht, die Liebe Gottes zu den Menschen auszudrücken, sowohl die Liebe zwischen den Christen. “Agape” spricht von der christlichen Liebe und der christlichen Gemeinschaft.

Mein ehemaliger Pastor, Dr. Timothy Lin, war Experte in den biblischen Sprachen, ein Professor am Seminar, und später Präsident eines Seminars in Taiwan. Dr. Lin sagte von “agape”, “Die Nächstenliebe und der Glaube an unseren Herrn Jesum Christum sind gleich wichtig. Der Glaube an den Herrn ist absolut nötig, und die Nächstenliebe ist auch absolut nötig....Möge die Kirchen der Endzeiten daran dreimal denken.” (Timothy Lin, Ph.D., The Secret of Church Growth, First Chinese Baptist Church of Los Angeles, 1992, S. 28, 29).

Das, was Dr. Lin sagte, ist durchaus wahr! Der seligmachende Glaube an Christum, und die Liebe zu anderen wahren Christen, sind gleich wichtig, weil sie laut einem Text verbunden sind.

“Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. ” (I Joh. 3,14).

In diesem Text befinden sich zwei Gedanken. Der Übergang vom Tod ins Leben wird mit Liebe zu den Brüdern bewiesen, und diejenigen, die die Brüder nicht lieben, zeigen, sie bleiben noch im Tode. Dann füge ich hinzu einen dritten Punkt davon, was muß geschehen, wenn du das Leben haben sollst. Laßet uns das näher anschauen.

I. Erstens, was nicht beweist, du habest das Leben.

Die Anwesenheit in der Kirche beweist nicht, du habest das Leben. Tausende der Menschen, die jeden Sonntag in die Kirche gehen, haben das Leben nicht. “Der Übergang vom Tode ins Leben” deutet an das Wiedergeburt. Dr. Gill sagte mit Recht, der Übergang vom Tode ins Leben deutet an das neue Geburt, “das eine Erquickung der Sünder, die im Tode sind, ihre Auferstehung aus diesem Tode der Sünde, mit der Gnade, die in ihnen gepflanzt worden ist...und dieser Übergang vom Einen in das Andere kommt nicht von ihnen, es ist nicht ihre eigene Tat; kein Mensch kann sich erquicken, oder sich von den Toten auferwecken...wir werden von Gott dem Vater übersetzt, der aus der Macht der Finsternis , und aus dem Tode, erlöst, und in das Reich seines lieben Sohnes, welches ein Stand der Licht und des Lebens ist, übersetzt...obwohl er tot war, nun lebt er; und das läßt sich, unter anderen Sachen, dadurch bekannt werden, denn wir lieben die Brüder.; das ist nicht die Ursache des Übergangs vom Tode in das Leben, sondern die Folge davon, und also ein Beweis davon....und das zeigt sich so bald wie jegliche andere Sache im wiedergeborenen Menschen; noch kann keiner die Heiligen, als Brüder in Christo, lieben, außer er wiedergeboren ist...ihn als Kind Gottes zu lieben...kann kein Mensch, ohne daß er die Gnade Gottes [in der Wiedergeburt] empfangen habe.” (John Gill, D.D., An Exposition of the New Testament, The Baptist Standard Bearer, 1989 Nachdruck, Band III, S. 640; Anmerkung zu I Joh. 3,14).

Ich wiederhole also, sich an eine Kirche zu gliedern und dorthin zu gehen beweist nicht, du habest das Leben, beweist nicht, du seiest wiedergeboren. Deshalb haben viele Kirchenmitglieder in den Endzeiten ein gegenseitiges Mißfallen, und sogar miteinander streiten. Und viele von ihnen haßen sogar ihre Pastoren. Die Wurzel dieser Probleme liegt in der Tatsache, sie sind nie wiedergeboren worden!

“Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. ” (I Joh. 3,14).

Jene, die einander in ihren Kirchen haßen, werden mit den Mördern vor Gott gezählt, denn der Apostel hat gesagt,

“Wer seinen Bruder haßt, der ist ein Totschläger; und ihr wisset, daß ein Totschläger hat nicht das ewige Leben bei ihm bleibend. ” (I Joh. 3,15).

Dann auch, das du die Bibel kennst und der Bibel glaubst beweist nicht, du seiest wiedergeboren, daß du vom Tode ins Leben gekommen seiest. Der Teufel kennt den “Plan des Heils” und kennt ihn gut. Nichts ist deutlicher in den Evangelien als die Aussagen der Dämonen. Sie wußten, wer Jesus war. Sie wußten vom letzten Gericht. Satan konnte sogar die Schrift auswendig zitieren, wie er machte, als er Christum in der Wüste versuchte. Die Dämonen sind tatsächlich weiser als viele Kirchenmitglieder. “die Teufel glauben's auch und zittern.” (Jak. 2,19). Wieviel Kirchenmitglieder “zittern”? Die Dämonen haben also mehr geistliche Einsicht als viele sogenannte Christen! Also, die Bibel zu kennen und der Bibel zu glauben, und den Plan des Heils zu kennen, ist keine Garantie, du bist selig.

Dazu ist das Vermögen, die Worte eines “Zeugnisses” zu sprechen, auch kein Beweis der Seligkeit. Simon Magus war raffiniert genug, Philip den Evangelisten mit seinem Zeugnis zu täuschen. Der Apostel Petrus war aber weiser als Philip. Als er in Samaria ankam sagte Petrus zu Simon, “Dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott.” (Ap. 8,21). Obwohl Simon so überzeugend zeugen konnte, daß Philip ihn taufte, hatte er ein unbekehrtes Herz. Sein unseliges Herz ließ ihn “Macht” haben wollen, damit er die Menschen manipulieren und kontrollieren konnte (Ap. 8,19). Solche sind viele unselige Prediger heute. Sie haben keine Agape-Liebe zu ihren Gemeinden. Sie wollen sie nur manipulieren und zu den eigenen Zwecken ausnützen. Sie können ein “Zeugnis” geben, aber das wird ihnen am letzten Gericht nichts nützen. Ob sie gleich sagen, “HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt,” da wird doch Christus ihnen sagen, “ Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!” (Matth. 7,22-23). Also sehen wir, ein Zeugnis der Seligkeit ist kein sicherer Beweis, daß jemand selig wird.

Dazu ist die Meinung, man sei selig, ist kein Beweis, daß man vom Tode ins Leben in einer echten Erfahrung des neuen Geburts übergangen ist. Gehe hin und her in den Straßen dieser Stadt, und frage die Leute, ob sie selig werden, ob sie in den Himmel fahren, wenn sie sterben. Fast alle, die keine Atheisten sind, das heißt, fast alle, werden sagen, sie seien selig geworden. Fast jeder Schwarze wird sagen, er sei selig geworden. Fast jeder evangelikale Hispanische wird einen Anspruch an die Seligkeit machen. Dasselbe ist auch mit vielen morgenländischen Evangelikalen. Und es ist der seltene Weiße, der nicht meint, er sei selig geworden! Laut einer Umfrage von Gallup sagen 74% der Amerikaner, sie haben sich an Christum anvertraut. Was beweist das? Es beweist doch, daß sehr viele getäuscht worden sind—das beweist es! In der Bibel steht es,

“Mit den bösen Menschen aber und verführerischen wird's je länger, je ärger: sie verführen und werden verführt. ” (II Tim. 3,13).

Wie steht es mit dir? Wirst du auch verführt? Keine von den Sachen, die ich erwähnt habe, beweist, daß du das Leben hast, daß du vom Tode ins Leben im neuen Geburt übergangen bist.

II. Zweitens, was doch beweist, du hast das Leben.

Wenn du dir die Frage stellst, “Habe ich das Leben?” wie antwortest du? Manche deuten auf ein beantwortetes Gebet; sie meinen, ein beantwortetes Gebet sei ein Beweis, sie sind wiedergeboren. Es ist aber nicht so. Meine eigenen Gebete sind beantwortet worden, before ich gerettet wurde. Der Mann, der sagte, “Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht hört,” war selber verloren. Er hat nur eine Meinung der Pharisäer gesprochen. Er war nicht selig, bis er Christo traute und ihn “anbetete” (Joh. 9:38). Wenn Gott die Gebete eines Verlorenen nie hört, da könnte keiner dadurch selig werden, das man Gott um Erbarmen bäte.

“Denn wer den Namen des HERRN wird anrufen, soll selig werden.” (Röm. 10,13).

Es gibt aber andere Beweise der Seligkeit, und der in unserem Text ist sehr stark.

“Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. ” (I Joh. 3:14).

Man kann einen Christen lieben, da er einem etwas gutes angetan hat, auch wenn man nicht selig ist. Aber jemanden zu lieben, einfach weil er ein Kind Gottes ist, und Mitglied Christi, ist etwas unmögliches, wenn man noch in einem Stand des geistlichen Todes ist.

Junge Leute in der Kirche wissen, das ist wahr. Wenn einige von ihnen bekehrt werden, und echte Christen werden, wissen sie durch Erfahrung, daß sich die anderen, die noch nicht gerettet worden sind, zurückziehen und schauen sie anders an. Wer bekehrt worden ist, wird von den anderen, die verloren sind, nicht getraut. Sie sagen ihm nichts in Vertrauen. Er ist kein enger Freund der verlorenen Jugendlichen in der Kirche.

Das ist nichts neues. Erst vorgestern las ich von einer Gruppe der Jugendlichen während der zweiten großen Erwachung, am Anfang des 19. Jahrhunderts. Jene die selig geworden waren wurden von ihren ehemaligen Freunden, die von der Erweckung nicht berührt worden waren, vermieden. Jene, die vom Tode ins Leben übergangen waren, wurden von ihren einstigen Kumpels in der Kirche als ein bißchen seltsam betrachtet. Wenn aber genug junge Leute in einer Gemeinde bekehrt werden, da wirst du endlich sehen, daß die wenigen, die kein Leben in sich haben, sich aneinander in eine kleine Gruppe drängen, und vermeiden möglichst die selig gewordenen.

Als ein junger Mann, den ich kannte, erst gerettet wurde, entschloß er, sich von den verlorenen Jugendlichen in der Kirche zu trennen. Stattdessen gesellte er sich zu älteren, bekehrten Männer. Niemand hat ihm gesagt, er solle das machen. Er machte es, weil er vom Geist Gottes erleuchtet worden war. Er hat von Natur aus gewußt, es sollte nicht so sein. Solche jungen Leute brauchen nicht zu hören, sich von den Verlorenen zu scheiden. Sie werden sich von den Verlorenen scheiden, und die Verlorenen werden sich ganz natürlich von ihnen scheiden. Die Scheidung wird genau so klar sein, wie zwischen Cain und Abel.

“Denn das ist die Botschaft, die ihr gehört habt von Anfang, daß wir uns untereinander lieben sollen. Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwürgte seinen Bruder. Und warum erwürgte er ihn? Weil seine Werke böse waren, und die seines Bruders gerecht. Verwundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt haßt.” (I Joh. 3,11-13).

Es ist ein Zeichen, daß man vom Tode ins Leben übergangen ist, wenn man die besten Christen in der Kirche liebt, nicht weil sie etwas besonderes für einen tun können, sondern man liebt sie einfach ihretwegen. Es ist ein sicheres Zeichen, daß man ein echter Christ ist, wenn man das Volk Gottes liebt, auch wenn die Welt sie haßt—wenn man mit ihnen stehen will, und mit ihnen getadelt werden, wenn sie verleumdet oder verfolgt werden. Wenn man sagt, “Also, Sie greifen wohl diesen Christen an? Ich bin in seiner Familie, also, wenn Sie ihn verleumden wollen, verleumden Sie mich auch. Ich werde an seiner Seite stehen, und die Verachtung teilen, die Sie an dieses Kind Gottes werfen.” Wenn du andere Christen so liebst, da brauchst du keine Sorgen zu haben. Es ist ganz klar, du bist vom Tode ins Leben übergangen! (Paraphrase aus “Life Proved by Love” by C. H. Spurgeon, The Metropolitan Tabernacle Pulpit, Pilgrim Publications, 1976, Band XLIV, S. 81-83).

Während eine Spaltung in der Kirche werden diese Sachen oft ganz klar. Wer die guten Christen haßt wird an einer Seite sein. Wer die guten Christen liebt wird an der anderen Seite sein. Deshalb nannten die Alten eine solche Spaltung eine “Erweckung durch die Hintertür.” Obwohl es sehr schmerzhaft ist, damit wird die Kirche den unbekehrten Mitgliedern los. Die Spaltung zeigt die Tatsache, daß viele jener Mitglieder nie selig geworden waren, wie immer sie den Glauben angaben. Es ist meistens wahr, daß es die Unseligen sind, die gehen. Wie es der Apostel Johannes ausdrückte,

“Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wo sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben. ” (I Joh. 2,19).

Viele von ihnen gingen eben weil sie nie vom Tode ins Leben übergangen waren—und also konnten sie die Brüder nicht lieben! Es gab kein Leben in ihnen! Ich habe das in mehreren Kirchenspaltungen gemerkt; das erste Mal war im Jahr 1959.

III. Drittens, was geschehen muß, damit du vom Tode ins Leben übergehst.

“Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. ” (I Joh. 3,14).

Vom Tode ins Leben zu übergehen ist das Gegenteil davon, was wir erwarten. Es ist nicht sterben; es ist das Gegenteil davon—es ist erquickt zu werden, lebendig aus den Toten. Der Apostel Paulus sprach davon, als er schrieb,

“Und auch euch, da ihr tot waret durch Übertretungen und Sünden,...hat er auferweckt ” (Ephesians 2,1.6).

Wie kommt denn diese Erquickung aus den Toten? Die folgenden Sachen geschehen oft, wenn einer vom Geist Gottes erquickt wird. Was folgt ist eine Bearbeitung eines Schreibens von Robert Murray McCheyne, der ein berühmter schottischer Erweckungsprediger des 19. Jahrhunderts (in Andrew A. Bonar, Memoirs of McCheyne, Moody Press, 1978 Auflage, S. 251-253).

Erstens läßt der Geist Gottes den geistlich toten Sünder die Sünden, die er begangen hat sehen und spüren. Bis dann vergißt man leicht die Sünden. Jeden Tag hast du noch mehr Sünden zugefügt, die gegen dich in Gottes Bücher eingetragen wurden (Offenb. 20,12). Du hast sie aber vergessen. Doch wenn der Geist Gottes kommt, fängst du an, dich an sie zu erinnern. Jene längst-vergessene Sünden werden in deinem Sinn erstehen, und du wirst, mit David, sagen,

“Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Sünden ergriffen, daß ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn der Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen. ” (Psalm 40:12).

Zweitens läßt dich der heilige Geist spüren, wie groß deine Sünde ist. Zuvor schienen deine Sünden klein zu sein, aber jetzt steigen sie wie ein Flut in deinem Sinn. Du spürst den Zorn Gottes als ein furchtbares Gewicht auf deiner Seele. Die Furcht quält dich. Du siehst deine Sünde gegen einen heiligen Gott getan, gegen die Liebe Gottes getan, gegen Jesum und seine Liebe getan.

Drittens fängst du an, die Verderbung in deinem Herzen zu spüren. Wer seiner Sünde überzeugt wird wird oft gelassen, die schrecklichen Wirkungen der Sünde im Herzen zu spüren. Oft treffen sich Versuchung und Überzeugung der Sünde, und quälen die Seele. Die Überzeugung der Sünde sticht durchs Herz und treibt dich, des kommenden Zornes zu fliehen. Aber, zur selben Zeit, irgendein wütendes Lust kocht in deinem Herzen, und treibt dich in der Richtung der Hölle. Dann spürst du die Hölle in dir. In der Hölle wird diese schreckliche Mischung von einer überwältigen Furcht des Zornes Gottes, und doch die Verderbung, die innen kocht, wird die Seele weiter und weiter in die Flammen treiben. Das wird oft auf Erden von denen gespürt, die von ihrer Sünde überzeugt werden.

Viertens überzeugt dich der Geist Gottes deiner Unfähigkeit, dich selbst zu retten. Bis dann dachtest du, du könntest leicht den schrecklichen Quälen, die du spürst, loswerden. Du versuchst dein Leben zu ändern, Buße zu machen, zu beten. Du lernst schnell, deine Mühen, den Frieden zu finden, sind alle Versuche, deine Sünden mit dreckigen Fetzen zu decken, daß “alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein unflätig Kleid.” (Jes. 64,6). Du fängst an zu denken, du könnest nie rein werden. Dein Herz sinkt in trüber Verzweiflung. Täglich wirst du mit diesen trüben Gedanken gequält.

Fünftens fängst du an zu fürchten, du werdest nie zu Christo kommen können. Du hörst, Christus ist ganz lieblich, er ruft dich zu ihm, er wirft jene, die zu ihm kommen, nie aus. Aber nichts dabei gibt dir den Frieden. Du fürchtest, daß du den Tag der Gnade weggesündigt habest, daß du die nicht zu vergebene Sünde begangen hast, daß du verdammt bist.

Sechstens bist du schließlich so verzweifelt und hast so viel Angst, daß du bereit bist, fast alles zu tun, den Frieden zu finden. Und dann, wie ein Wunder (denn es ist ein Wunder), es wird dir gefügt zu sehen, daß Christus der Heiland der Hilflosen, die sich zu ihm nicht geben können, ist. Dann wirst du erfahren, dein Fall ist nicht zu hoffnungslos für Jesum. Dann schaust du zu ihm und kommst unter seine vollkommene Liebe, Liebe ohne Furcht, Liebe ohne Qual, die Liebe Jesus, die alle Fürchte austreibt. Ach, daß du zu Jesu heute Abend schauen mögest! Deine Furcht wird weg sein, und deine Sünden werden von seinem werten Blut gereinigt! Dann wirst du sagen, “Das ist tatsächlich das Evangelium! Das ist tatsächlich eine gute Botschaft zu meiner Seele, die mit Sünden krank ist!” Vermögest du nun zu Jesu schauen, denn er wird dich sofort retten, wenn du zu ihm, der dich so liebt, schauest! Dann wirst du wissen, was es bedeutet vom Tode ins Leben zu übergehen! Dann wirst du die christlichen Brüder wie nie zuvor lieben; und du wirst ermächtigt, zu singen

Gesegnet sei der Band, der bindet
   Unsere Herzen in der christlichen Liebe;
Die Gemeinschaft der verwandten Sinne
   Ist wie die im Himmel oben.
(Übersetzung von “Blest Be the Tie that Binds”
     von John Fawcett, 1740-1817).

(ENDE DER PREDIGT)
Du kannst Dr. Hymers Predigte jede Woche am Internet lesen, an
www.realconversion.com. “Predigte auf Deutsch” anklicken.

You may email Dr. Hymers at rlhymersjr@sbcglobal.net, (Click Here) – or you may
write to him at P.O. Box 15308, Los Angeles, CA 90015. Or phone him at (818)352-0452.

Schrift vor der Predigt von Dr. Kreighton L. Chan gelesen: I Joh. 3,11-14.
Solo vor der Predigt von Herrn Benjamin Kincaid Griffith gesungen:
“Blest Be the Tie that Binds” (von John Fawcett, 1740-1817).


GRUNDRIß VON

EIN UNVERKENNBARER BEWEIS DES HEILS

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

“Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. ” (I Joh. 3,14).

(Matth. 24.12.3)

I.   Erstens, was nicht beweist, du habest das Leben, I Joh. 3:15;
Jak. 2,19; Ap. 8,13.21.19; Matth. 7,22-23; II Tim. 3,13.

II.  Zweitens, was doch beweist, du hast das Leben, Joh. 9,31.38;
Röm. 10,13; I Joh. 3,11-13; 2,19.

III.  Drittens, was geschehen muß, damit du vom Tode ins Leben übergehst,
Eph. 2,1; Offenb. 20,12; Psalm 40,12; Jes. 64,6.