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IST PREDIGEN AUS EINER BRENNENDEN SEELE
EINE VERLORENE KUNST?

IS SOUL-HOT PREACHING A LOST ART?

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt,
Sonntag morgen, den 6. Mai 2012

“So befehle ich nun vor Gott und dem HERRN Jesus Christus, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken.” (II Tim. 4, 1 bis 3).


Das ist der Befehl des Apostels Pauli, nicht nur Timotheo, sondern auch jedem Prediger des Evangelii.

“So befehle ich nun vor Gott und dem HERRN Jesus Christus, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich.” (II Tim. 4,1).

“Ich befehle” hat auch den Sinn “Ich bezeuge” (Strong, Luther). “Ich gebiete dir” (McGee). Die prophetische Anmerkung im dritten Vers, “es wird eine Zeit sein,” zeigt, daß der Apostel allen Predigern sprach, einschließlich die in der Zukunft. Was hat der Apostel allen Predigern befohlen?

“Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.”
       (II Timothy 4:2).

1.  “Predige das Wort.” Predige nicht über das Wort. Predige doch das Wort selbst. Die Bibel soll man nicht nur erklären, sondern auch an die Zuhörer anwenden. Das Wort, das als “predige” übersetzt wird, ist auf Griechisch “kērussō”. Dr. R.C.H. Lenski sagte, es bedeute “eine laute, öffentliche Verkundigung.” Dieses Wort “predige” ist im Imperativ. Das heißt, Tue es! Predige! Dr. John Gill sagte, es bedeute, “öffentlich, mit einer lauten Stimme,” sprechen.

2.  “Halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit.” “Mache weiter, beharre darauf.” (Lenski). Predige weiter, wenn alles günstig scheint, auch wenn es überhaupt nicht günstig scheint. Predige, ob die Menschen zuhören oder nicht!

3.  “Strafe, drohe, ermahne.” Das bedeutet, “überzeuge, schelte, fordere auf.” (Lenski). “Tadele die Fehler, und weise die Menschen von ihren Fehlern und Ketzereien zurecht.” (Gill). “Überzeuge sie von ihren Fehlern” (Vincent). “Rüge, oder schelte (tadele) wegen Sünde.” (Gill). “Das Wort deutet ein scharfes, hartes Rügen an.” (Vincent) “Ermahne...troste, wie man das auch auslegen möge” (Gill). “Die Diener des Evangelii müssen manchmal...Söhne des Donners sein, so auch in anderen Fällen Söhne des Trostes.” (Gill).

4.  “Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden.” Die erwähnte Zeit war künftig, als der Apostel schrieb. Das deutet bestimmt an unsere Zeit, “keine mehr als die unsere.” (Gill). Ich glaube, es deutet besonders an das Ende dieses Alters, die Zeit in der wir offensichtlich heute leben. Es ist sicherlich eine Beschreibung davon, was in vielen unserer Kirchen passiert.


Nun, das ist was der Apostel den Predigern befahl. Predige das Evangelium “mit einer lauten, öffentlichen Verkundigung.” (Lenski). Mache das weiter, auch wenn es nicht populär ist. Tadele Fehler. Schelte Sünde. Tröste diejenigen, die von ihrer Sünde überzeugt werden. Das ist der Auftrag eines wahren Predigers des Wortes! Und jeder Prediger soll beten,

Mache mich heute zu einem Weg deines Segens,
   Mache mich zu einem Weg deines Segens, bete ich;
Mein Leben übernehmend, meinem Dienst segend,
   Mache mich heute zu einem Weg deines Segens.
(Übersetzung von “Make Me a Channel of Blessing”
     von Harper G. Smyth, 1873-1945).

Geschieht das heutzutage in den meisten Kanzeln unserer Kirchen? Oder ist das folgende was wir in vielen Kirchen sehen?

“Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken.” (II Timothy 4:3).

“Denn” zeigt, daß die “Lehre” von der gesprochen wird ist das, was wir im zweiten Vers lesen. Dr. Marvin R. Vincent schrieb, “denn” ist “das Grund...des künftiges Widerstands gegen die heilsame Lehre” (Marvin R. Vincent, Ph.D., Word Studies of the New Testament, Band IV, S. 320). Es gibt hier eine prophetische Betonung, die zeigt, dies betreffe noch mehr “in den Endtagen” (II Tim. 3,1; vgl. I Tim. 4,1). “Denn sie nicht leiden werden” heißt, sie werden keine heilsame Lehre dulden, die straft, droht und ermahnt (V. 2). Stattdessen werden sie “sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken.” (II Tim. 4,3). In den Endzeiten werden sie nur sanfte Lehre gern hören, nicht hartes Predigen, nicht heilsames Predigen! Dr. Vincent hat bemerkt,

Clemens von Alexandria beschrieb also gewisse Lehrer: “[sie] kratzen und kitzeln...die Ohren von denen, die gekratzt werden wollen...In Zeiten des ungewissen Glauben...schwärmen Lehrer aller Art wie die Fliegen Ägyptens. Das Verlangen erzeugt den Vorrat. Die Zuhörer laden ein, und schaffen, die eigenen [Lehrer]. Wenn die Leute ein anzubetenes Kalb begehren, ein geistlicher Kalbmacher wird leicht gefunden (Item., S. 320.321).

Ich habe jemandem gesagt, ich werde diese Predigt halten. Dieser Mensch sagte, “Wem sprechen Sie?” Ich sagte, “Ich spreche an drei Gruppen.” Erstens spreche iche unseren Leuten. Sie müssen wissen, warum ich so predige. Wenn sie auf Ferien gehen, und besuchen eine andere baptistische Kirche, da hören sie öfters einen Pastor der wie ein effeminierter episcopaler Priester klingt, oder einen der ein endloses Geleier, Vers pro Vers, führt, und so was “eine Predigt” nennt. Also muß ich erklären, warum ich wie ein altmodischer baptistischer Prediger spreche. Zweitens spreche ich den tausenden Pastoren die diesen Video anschauen werden. Ich muß ihnen sagen, Werde keine Kopie von jemand anders. Warum soll jeder Prediger wie ein Mann am Radio klingen? Laß uns klar sein, überwiegend ist unser Predigen langweilig. Wenn wir darüber nicht begeistert sind, was wir sagen, da wird auch kein anderer darüber begeistert! Ja, ich meine, das Predigen solle aufregend sein! John Wesley, der Gründer der methodistischen Kirche wie es einst war, sagte, “Zünde dich an, und die Leute werden kommen, dich brennen zu sehen.” Ich stimme dazu! Dr. Martyn Lloyd-Jones sagte, “Das Predigen ist die Theologie, wie sie durch einen brennenden Mann kommt.” Ich stimme dazu! Dr. Lloyd-Jones sagte, “Ein Mann, der über diese Sachen [im Evangelium] leidenschaftlos reden kann, hat überhaupt kein Recht, im Kanzel zu sein, und es soll ihm nie gestattet werden, hineinzutreten.” Und ich stimme dazu! (D. Martyn Lloyd-Jones, M.D., Preaching and Preachers, Zondervan Publishing House, 1971, S. 97). Drittens spreche ich einigen verlorenen Menschen heute Morgen. Ich werde euch am Ende dieser Predigt ansprechen.

Ich gebrauche wirklich nicht gerne Joel Osteen als Beispiel des ohrenkitzelnden “Predigen.” Lieber möchte ich auf das Evangelium konzentrieren. Doch so viele werden von diesem jungen Mann irre geführt, daß ich meine, ich müsse ihn nennen. Ich möchte lieber nicht, aber ich glaube, ich muß.

Letzten Monat war Joel Osteen in Washington, DC, eine große Versammlung zu halten. Wolf Blitzer hat mit ihm am CNN [ein amerikanischer Fernseh-Nachrichtenprogramm] gesprochen. Mit meinen eigenen Ohren hörte ich Joel Osteen sagen, beide der Kandidaten ums Präsidentenamt seien Christen. Er sagte, “Beide sagen, sie seien Christen—wer bin ich daran zu zweifeln?” oder ähnliche Worte. Ich bin sicher, Millionen von Amerikanern dachten, “So ein netter junger Mann!” Es gibt aber ein Problem. Weder einer noch der andere der Kandidaten hat ihm irgendeinen Grund zu sagen, sie seien echte Christen. Ihr sollt mich nicht mißverstehen. Ich werde meine Wahlstimme einem dieser Männer, dem minderen Übel, in November abgeben. Es ist aber absolut falsche Prophezeiung zu sagen, diese Männer seien Christen im sinnvollen Gebrauch des Wortes. Der Aussage von Herrn Osteen war falsche Prophezeiung, und ich bin sicher, es war für viele furchtbar verwirrend.

Am folgenden Tag sprach Joel Osteen in einem Stadion in Washington voll Tausende Menschen. Als ich ihn sprechen anschaute, fühlte mich herzenkrank. Er hat das Evangelium (I Kor. 15,1-4) nicht einmal in seiner Rede. Es war alles Pop-Psychologie. Dann gab er eine “Einladung”. Er sagte den Leuten, sie sollten aufstehen, und Gott würde sie segnen. Da wurde der Tod Christi nicht erwähnt, der die Versöhnung machte, auch nicht das Blut Christi, auch nicht die Auferstehung Christi für unsere Rechtfertigung. Auf anderen Worten, da wurde das Evangelium nicht erwähnt! Am Ende seiner Rede sagte er, alle die gerettet werden wollten sollten aufstehen. Dann sagte er, alle die standen wären nun Christen. Das war das Ganze! Es war alles eine Einladung, die um die Menschen ging, ohne den mindesten Hinweis auf das Evangelium Christi!

Das habe ich zuvor gesehen. Nicht lange her hörte ich einen berühmten Evangelisten gegen den Islam predigen. Alles was er über die muslimische Religion sagte war die Wahrheit, aber er hat das Evangelium nicht erwähnt. Dann lud er die Leute vorzukommen, ohne ein einziges Wort über Jesum zu sagen. Dann sagte ihnen der Redner, sie wären alle gerettet! “Gerettet” wurden sie ohne ein einziges Wort über Jesum zu hören! Solches Christloses Predigen hören wir so oft heute. Es ist Sermonisieren ohne das Evangelium “mit einer lauten Stimme” zu verkündigen. Sermonisieren ohne die Sünde zu strafen und drohen. Sermonisieren ohne die Leute zu ermahnen, sie sollen das Evangelium glauben und Jesu trauen. Auf anderen Worten ist das gerade die Art des Sermonisierens vor dem der Apostel Paulus gewarnt hat, als er sagte,

“Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken.” (II Tim. 4, 1 bis 3).

Ach Gott, hilfe uns, daß wir nicht so predigen! Hilfe uns, daß wir nicht ohrenkitzelnde Prediger werden!

Mache mich heute zu einem Weg deines Segens,
   Mache mich zu einem Weg deines Segens, bete ich;
Mein Leben übernehmend, meinem Dienst segend,
   Mache mich heute zu einem Weg deines Segens.

Dr. J. Vernon McGee gabe die folgende Anwendung unserer Perikope:

Sie wollen religiöse Unterhaltung von christlichen Entertainern, die ihre Ohren kitzeln werden. Wir haben in den Kirchen Neuheiten gern: gefühlsreiche Filme, Schauspiele, [fragwürdige] Musik, gefarbene Lichte. Der Mann, der seine Bibel einfach öffnet wird verworfen, während der oberflächliche religiöse Entertainer ein Star wird...da die Leute sich von der Wahrheit wenden und gedichtete Fabeln glauben (Thru the Bible, Thomas Nelson Publishers, 1983, Band V, S. 476; Anmerkung zu II Timothy 4,3).

Dr. McGee schrieb auch noch, “... die heutige Kanzel ist nichts mehr als ein Schalldeckel, das nur das sagt, was die Leute hören wollen.” (Item, S. 475.) Gerade das habe ich in Joel Osteens “Predigt” in unserer Hauptstadt gehört. Es war nichts mehr als eine Motivierungsrede, in der Pop-Psychologie gegründet, und konnte niemand retten. Wie es Dr. McGee schrieb, er sagte nur das zurück, “was die Leute hören wollen” Dr. Michael Horton sagte, “die ganze Mitteilung Osteens ist eine Ablenkung von Christo. Wer braucht Christum, wenn dies das Evangelium sei?” (Christless Christianity, Baker Books, 2008, S. 92).

Ich muß noch eines sagen. Viel des Vers-pro-Verse “Lehrens”, das als Predigen gelten soll, ist nicht viel besser. Daß die Bibel gelehrt wird bedeutet nicht, daß man predige. Ein laufendes Kommentar zu den Versen der Bibel, von einer Einladung gefolgt, ist nicht das Evangelium “mit einer lauten Stimme” zu Predigen, wie es unser baptistischer Vorfahr John Gill es ausgedrückt hat. Solches “Lehren” tut nicht “strafen, drohen und ermahnen, wie uns der Apostel befohlen hat!

Wir dürfen die Leute, denen wir predigen, fürchten. Was Luther (1483-1546) sagte gilt auch heute: “Denn das hindert einen Prediger gar sehr, wenn er sich will umsehen, und sich damit bekümmern, was man gerne hört oder nicht, oder was ihm Ungunst, Schaden oder Gefahr bringen möchte...[sondern] soll er auch frei reden, und niemand scheuen, ob er gleich mancherlei Leute und Köpfe sieht,...daß er..den Mund frisch auftut [und] die Wahrheit lehrt.” (What Luther Says, Concordia Publishing House, 1994 Auflage, S. 1112; Anmerkung zu Matth. 5,1-2).

Die Titel dieser Predigt “Ist das Predigen von einer brennenden Seele eine verlorene Kunst?” kommt aus einem Kapitel im berühmten Buch von Leonard Ravenhill (1907-1994), Why Revival Tarries (Bethany Fellowship, 1963 Auflage, S. 53). Leonard Ravenhill war ein britischer Prediger. Ravenhill hat den schweizerischen Reformer Öcolampadius (1482-1531) zitiert, der sagte, “Wieviel mehr würden einige gute, eifrige Männer fürs Predigtamt tun, als ein Haufen der Lauwarmen.” Er zitierte auch den Prediger des 19. Jahrhunderts, Dr. Joseph Parker, der sagte, “Wahrhaftiges Predigen ist das Blut zu schwitzen.” Er zitierte auch Richard Baxter, einen Prediger des 17. Jahrhunderts, der sagte, “Ich predigte, als ob ich nicht sicher wäre, ich würde jemals wieder predigen, und wie ein Sterbender zu Sterbenden.” Dann fragte Ravenhill, “Ist großartiges Predigen ausgestorben? Ist das Predigen aus einer brennenden Seele eine verlorene Kunst?” (Item. S. 54). Wenn diese Fragen im Jahr 1959 gestellt wurden, als sein Buch zum ersten Mal gedrückt wurde, sollten sie heute nicht viel mehr gestellt werden? In der Einleitung zu Ravenhills Buch schrieb Dr. A.W. Tozer,

      Mit Leonard Ravenhill ist es unmöglich, neutral zu sein. Seine Bekannten scheiden sich in zwei Klassen, diejenigen die ihn lieben und verehren...und diejenigen die ihn mit einem perfekten Haß hassen. Und was für den Mann gilt wird sicherlich für seine Bücher, für dieses Buch, gelten. Da wird der Leser entweder das Buch schließen, um eine Gebetsstelle zu suchen, oder es verärgert wegschmeißen, mit einem Herz, das gegen die Warnungen und Ermahnungen des Buches geschloßen ist. Nicht alle Bücher, auch nich alle gute Bücher, kommen wie eine Stimme von oben; ich meine doch, so ist es mit diesem.

Ich wurde heftig kritisiert, als ich Jesum zur Zeit der Veröffentlichung des unzüchtigen Filmes, “Die Letzte Versuchung Christi” verteidigte. Niemand außer Leonard Ravenhill sprach mit mir am Telefon und betete, Gott soll mich trösten. Ich werde ihn nie vergessen, so lange ich lebe. Es war Ravenhill, der sagte,

Ach Gott! Sende uns prophetisches Predigen, das sucht und versengt! Sende uns ein Geschlecht der Martyrenprediger—Männer die mit der Vision des kommenden Gerichts und mit dem Urteil einer endlosen Hölle gegen die Unbußfertigen beladen, gebogen und gebrochen sind! (Item., S. 101).

Mache mich heute zu einem Weg deines Segens,
   Mache mich zu einem Weg deines Segens, bete ich;
Mein Leben übernehmend, meinem Dienst segend,
   Mache mich heute zu einem Weg deines Segens.

Es war Leonard Ravenhill, der sagte, “Eine rechte Predigt, in tadellosem English und mit einwandfreier Auslegung kann jedoch so fade wie ein Mund voll Sand sein.” (Item, S. 102). In seinem Buch, America is Too Young to Die [Amerika ist zu jung zu sterben], schrieb Ravenhill,

      Erst vor ein Paar Tage sagte mir ein guter Bruder-Prediger, “Wir haben im Land keine große Prediger mehr.” Ich denke, ich weiß was er meinte: keinen hervorragenden Mann, mit dem Geist, “So spricht der Herr,” gesalbt. Wir haben begabte Prediger, Prediger mit Talent...berühmte Prediger, organisierende Prediger, doch wo, ACH wo, sind die Prediger die das Volk mit einer prophetischen Aussage erstaunen? Es gibt eine Hungersnot des großen Predigens... eine Hungersnot des herzzerbrechenden Predigens, eine Hungersnot des seelenzerreißenden Predigens, eine Hungersnot des Predigens das unseren Vätern bekannt war, das die Menschen die ganze Nacht nicht schlafen ließ, daß sie nicht in die Hölle fielen. Ich sage wieder, “Es gibt eine Hungersnot des rechten Predigen des Evangelii” (Leonard Ravenhill, America is Too Young to Die, Bethany House, 1979, S. 79-80).

Möge Gott eine neue Generation der Männer vorbringen, die sich nicht scheuen, über die Sünde, das Gericht, und die Seligkeit allein um Christi willen zu predigen!

“Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken.” (II Tim. 4, 2. 3).

Singet wieder!

Mache mich heute zu einem Weg deines Segens,
   Mache mich zu einem Weg deines Segens, bete ich;
Mein Leben übernehmend, meinem Dienst segend,
   Mache mich heute zu einem Weg deines Segens.

Wie soll ich eine Predigt dieser Art abschließen? Wenn du nicht gerettet bist, da muß ich strafen, drohen und ermahnen. Ich muß dich wegen deiner falschen Ideen von der Seligkeit tadeln. Nein, du bist nicht selig! Nein, du bist kein Christ! Ich muß dich wegen deiner Sünde scharf schelten, insbesondere deine Sünde, daß du Jesum verworfen hast. Ich muß dich ermahnen, Jesu zu trauen. Nichts außer deinem Unglauben hält dich davon zurück, ihm zu trauen. Jesus starb am Kreuz und hat sein Blut für dich vergossen, als Versöhnung für deine Sünde. Jesus erstand von den Toten, dir das Leben zu geben. Ich ermahne dich, dich an ihn zu wenden und ihm zu trauen. Jesus wird dich von der Sünde und der Hölle retten. “Traue ihm nur, traue ihm nur, traue ihm nur jetzt. Er wird dich retten, er wird dich retten, er wird dich jetzt retten.”

Dann will ich euch allen auch eine Angelegenheit geben, eure Leben als Seelengewinner wieder einzuweihen. Ich weiß, ihr macht euch die selben Mühen wie die Prediger auch mitmachen. Manchmal haben wir Angst davor, so zu predigen wie Gott will. Und manchmal habt ihr Angst, die Verlorenen anzureden wie ihr sollt. Wenn ihr meint, es sei nötig, eure Leben wieder einzuweihen, daß ihr mütiger werdet, die Seelen zu gewinnen, kommt for, und Herr Prudhomme wird mit. Kommt, während wir das Lied wieder singen.

Ist dein Leben ein Weg des Segens?
   Fließt die Liebe durch dich?
Bringst du die Verlorenen zu Jesu?
   Bist du bereit, ihm zu dienen?
Mache mich heute zu einem Weg deines Segens,
   Mache mich zu einem Weg deines Segens, bete ich;
Mein Leben übernehmend, meinem Dienst segend,
   Mache mich heute zu einem Weg deines Segens.

Ist dein Leben ein Weg des Segens?
   Trägst du die Last für die Verlorenen?
Hilfst du den Menschen, die Sünder sind,
   Jesum zu finden, der am Kreuz starb?
Mache mich heute zu einem Weg deines Segens,
   Mache mich zu einem Weg deines Segens, bete ich;
Mein Leben übernehmend, meinem Dienst segend,
   Mache mich heute zu einem Weg deines Segens.
(Übersetzung von “Make Me a Channel of Blessing”
     von Harper G. Smyth, 1873-1945; vom Pastor geändert).

(ENDE DER PREDIGT)
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Schrift vor der Predigt von Dr. Kreighton L. Chan gelesen: II Timothy 4,1-5.
Solo Sung Before the Sermon by Mr. Benjamin Kincaid Griffith:
“Make Me a Channel of Blessing” (von Harper G. Smyth, 1873-1945).