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VERSUCHET EUCH SELBST JETZT!

EXAMINE YOURSELVES NOW!
(German)

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt
Sonntag Morgen, den 5. Februar 2017
A sermon preached at the Baptist Tabernacle of Los Angeles
Lord’s Day Morning, February 5, 2017

“Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist?” (II Kor. 13,5).


Eine Gruppe der Leute in der Kirche zu Korinth griffen den Apostel Paulum an. Das waren die selben unbekehrten Leute, von denen Paulus zuvor geredet hatte. Sie sagten, Paulus sei schwach und kein echter Apostel. Sie waren wie etliche Leute, die in unserer Kirche waren—Leute, die mich bei einer Spaltung der Kirche angriffen. Wir mußten den Teufel bekämpfen, diese große Kirche in der Stadtmitte von Los Angeles zu haben. Einige dieser boshaften Leute sagten, Paulus sei kein echter Apostel. Paulus sagte ihnen also, “Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid.” Dieser Vers dürfte auch so übersetzt werden, “Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid.” Paulus sagte ihnen, sie sollen ihre eigenen Herzen und ihre eigenen Leben anschauen um zu sehen, ob sie wirklich selig geworden seien. “Im Glauben” zu sein, heißt, wahrhaftiger Christ zu sein. Diese Leute griffen Paulum an, wie die Gruppe, die unsere Kirche verließ, mich angriffen. Jetzt gehen die meisten von ihnen überhaupt nicht mehr in die Kirche. Die anderen gingen ab, sich an neoevangelikale Kirchen anzugliedern. Ich meine, nur sehr wenig von ihnen seien echte Christen gewesen.

“Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst!”

Der Apostel Paulus sagt, du sollst dich selbst untersuchen. Er sagte, du sollst dich prüfen, ob du einen seligmachenden Glauben an Christum hast. Wenn du dich selbst nicht jetzt untersuchst, dann wird Gott dich beim letzten Gericht untersuchen. Gott sieht jede Sünde, die du gemacht hast. Er hat jede Sünde deines Herzens und jede Sünde, die du gemacht hast, eingetragen. Er wird deine Sünden aus seinen Büchern vorlesen. Wenn du stirbst, dann wird deine Seele vor Gott stehen und gerichtet werden. Du mußt deine Sünden jetzt untersuchen; sonst wird Gott sie untersuchen, und dich ihretwegen richten, und du wirst “geworfen in den feurigen Pfuhl.” (Offenb. 20,15) Du mußt deine Gedanken, und Worte und äußerlichen Sünden jetzt, bevor du stirbst, untersuchen. Denn es wird dann zu spät sein, vor dem Höllenfeuer gerettet zu werden, wenn du schon tot bist. ““Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst” jetzt. Denn es wird zu spät sein, selig zu werden, wenn du schon tot bist. Wenn du jetzt nicht bereuest, und Christo nicht trauest, so wirst du “gequält werden mit Feuer und Schwefel...und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht.” (Offenb. 14,10.11) Daher mußt du dich jetzt untersuchen—denn es wird nach deinem Tode zu spät sein, selig zu werden.

Man kann kaum in unsere Kirche hereinkommen, ohne sofort zu merken, daß wir die alte Bahn betreten. Das erste, was man sieht, wenn man hereinkommt, ist eine Reihe der Gemälden. Alle sind Bilder von Predigern der alten Zeiten—Jonathan Edwards, John Bunyan, George Whitefield, John Wesley, Martin Luther, Spurgeon, James Hudson Taylor, Dr. John Sung, und andere aus der Vergangenheit. Das nächste, was man merkt, ist, daß alle Männer in unserer Kirche Anzug und Krawatte tragen. Das ist erforderlich. Hat man kein weißes Hemd und Krawatte, dann leihen wir ihnen diese Dinge. Verweigern sie diese, so kommen sie nicht herein. Ist das hart? Vielleicht, aber das ist die alte Sitte, und das werden wir nicht ändern. Die Damen müssen ein bescheidenes Kleid tragen. Das ist die alte Sitte, und das ist die richtige Sitte. Wie Dr. Tozer sagte, “Die alte Bahn ist die wahre Bahn.” Wenn man in den Hörsaal kommt, da werden alte Hymnen mit Klavier oder Orgel gespielt. Man sieht im Gottesdienst weder Gitarren noch Schlagzeug. Die Hymnen, die wir singen, sind auf der alten Mode. Es gibt keine modernen Lieder. Die einzige “besondere Musik” ist ein Solo, welches unser ältester Diakon, ein Mann in seinen 60er Jahren, gleich vor der Predigt singt, und das ist eine altmodische Hymne. Und wir predigen immer aus der alten King Kames Bible (eine englische Bibel aus dem 17. Jahrhundert, etwa entsprechend die alte Luther-Bibel auf Deutsch).

Vielleicht sagt einer, “Dann also ist Ihre Kirche voll älterer Leute!” Nein, so ist sie nicht! Die Mehrheit unserer Leute sind jünger als 30 Jahre alt! Und ungefähr 25% von ihnen sind im Alter der Universitäts- oder Highschoolstudenten. Die meisten sind in die Kirche durch eifrigen Evangelismus aus Universitäten und Highschools in der Nähe hereingebracht worden.

In allem, was wir tun, wollen wir die modernistischen Kirchen herausfordern. Wir wollen anders denken.
Wir fordern jene Kirchen heraus, indem wir bessere Christen als sie herstellen.
Und wir stellen tatsächlich bessere Christen als sie her! Willst du einer sein?
(Umgearbeitet aus Start With Why, von Simon Sinek, S. 41).

Komme einige Monate her, erlebe eine echte Bekehrung, und du wirst ein besserer Christ werden, als sie, die die “modernisierten” Kirchen herstellen! Du wirst der beste Christ, den jeder kennt!

Es gibt nur sehr wenig Kirchen heutzutage, die in den alten Wegen gehen. Sie folgen der alten Bahn nicht, die Christus und die Apostel lehrten. Sie predigen nicht, wie die Reformer, oder die Puritaner, oder die Evangelisten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts predigten. Sie gehen auf den neuen Bahnen, den falschen Bahnen, die mit dem pelagischen Ketzer Charles Finney begannen—die Bahnen, die in unserer Zeit eine sonderbare Brut der Entscheidungstheologen produziert haben, einschließlich die Neoevangelikalen, die Charismatiker, die antinomistischen Bibelstudenten, und die Neocalvinisten (die von den calvinistischen Lehren reden, aber untersuchen die Herzen ihrer Zuhörer nicht, wie Jonathan Edward, George Whitefield, Spurgeon und Dr. Lloyd-Jones getan haben). Ich verschwende euere Zeit nicht, diese Früchte von Finney zu diskutieren. Ich sage nur, wir können sie alle als Neoevangelikalen zusammenfassen. Sie nennen sich selbst “Neoevangelikale”! Und sie haben recht, denn alles, was sie lehren, ist neu. Ich sage nicht damit, jeder in jenen Kirchen sei verloren. Jene aber, die selig sind, sind nur wenig in unserer Zeit. Wenn man von den “alten evangelikalen” lesen will, soll man “The Old Evangelicalism” (Der alte Evangelikalismus) von Iain H. Murray lesen. Man kann es bei unserem Büchergeschäft oder von Amazon.com kaufen. Hinten am Schutzumschlag ist das Zitat von Dr. A.W. Tozer, “Die alte Bahn ist die wahre Bahn, und es gibt keine neue Bahn” – keine neue Bahn, die einem hilft, wahrhaftiger Christ zu werden. Wie der Prophete Jeremia sagte,

“So spricht der HERR: Tretet auf die Wege und schauet und fraget nach den vorigen Wegen, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele!” (Jeremia 6,16).

Ich kontrastiere jetzt die alte Bahn, die zur Seligkeit führt, mit der neuen Bahn, die einen zur ewigen Verdämmnis führt.

1. Erstens beginnt die alte Bahn mit Gott und seiner Herrlichkeit; die neue Bahn beginnt mit dem Menschen und seinen Bedürfnissen und Gefühlen.

Allerdings erwähnt man auf der “neuen Bahn” Gott. Dieser ist aber nicht der Gott der Schrift. Er ist nicht der regierende Gott der Bibel. Er ist nicht der Gott, der wählt, wen er selig macht und wen er in der Sünde verläßt. Der Gott der “neuen Bahn” ist nicht der Gott der Bibel, von dem der Apostel Paulus schrieb,

So erbarmt er sich nun, welches er will, und verstockt, welchen er will.” (Röm. 9,18).

Auf der neuen Bahn wird nie geredet, daß Gott den wählt, den er selig macht, und alle andere verläßt, das sie in die Hölle geraten. Wann war das letzte Mal, wann du einen Prediger das von Gott hast sagen hören? Du hast wahrscheinlich nie vom echten Gott der Bibel gehört. Die Bibel heißt ihn “der große und schreckliche Gott.” (5 Mose 7,21). Die Bibel heißt ihn “großer und schrecklicher Gott” (Neh. 1,5) und wieder heißt Gott “großer Gott, mächtig und schrecklich” (Neh. 9,32). Und wir werden gewarnt, “Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.” (Hebr. 10,31). “denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer.” (Hebr. 12,29).

Hast du je einen Pastor oder Priester von jenem Gott reden hören—von dem, den die Bibel “der lebendige Gott” heißt? (Hebr. 10,31). Hast du je einen Prediger gehört, der sagt, Gott erwählt einige, selig zu werden, und läßt alle anderen auf der Erde in die Hölle fahren? Christus sagte, “Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.” (Matth. 22,14). Oder hast du sie von einem kleinen, unwichtigen Gott reden hören, der alle selig machen werde—ein Gott, der dir und deinen Bedürfnissen dient—anstatt des schrecklichen Gottes, der “der lebendige Gott” ist? Du sagst wohl, “Ich will nicht von deinem schrecklichen Gott hören! Ich komme nicht in diese Kirche zurück!” Schon gut, komme nicht zurück! Glaube nur weiter an “deinen eigenen Gott.” Gedenke aber, dein eigener Gott ist nicht der echte Gott. Und du wirst nie selig und wirst nie ein wahrhaftiger Christ, außer du vorerst an den “lebendigen Gott” der Bibel glaubst.

2. Zweitens, die alte Bahn läßt einen an die eigene Sünde denken, die der echte Gott in der Hölle bestrafen wird; doch die neue Bahn läßt einen an die eigenen Bedürfnisse und Gefühle denken.

Hast du mal einen Prediger oder Priester sagen hören, du bist tief in der Sünde? Daß dein Herz verkehrt und verschmützt ist? Daß dein “ein trotzig und verzagtes Ding” ist? (Jer. 17,9). Daß, ohne daß du wahrhaftig bekehrt wirst, du “in die ewige Pein gehen” wirst? (Matth. 25,46). Oder ist der Pastor, den du angehört hast, wie jener Prediger beim Fuller Seminary, Rob Bell, der sagt, alle werden in den Himmel fahren, auch Hitler. Ja, er hat das gesagt! (Love Wins) Taugte der Fuller Seminary was, so würden sie seinen Diplom für ungültig erklären, und ihm sein Geld zurückschicken.

Sagst du wohl, “Ich will, daß meine Bedürfnisse durch einen süßen, sanften Prediger erfüllt werden. Ich komme nicht in diese altmodische Kirche zurück, wo man gegen meine Sünde predigt, und mir sagt, ich gerate in die Hölle!” Na gut, gehe, verlaße uns. Gehe, und glaube dem süßen kleinen “Sündergebet” von Joel Osteen, nachdem er bei seiner Fernsehsendung sagt, “Wir glauben, daß wenn du dieses Gebet gesagt hast, so bist du wiedergeboren.” Mache weiter, und glaube ihm. Ich nenne aber solche Prediger wie er falsche Propheten, lügende Prediger, die selber in die Hölle geraten! Sage ihnen, ich habe das gesagt, und lasse das am Manuskript und im Video!

3. Drittens läßt einen die alte Bahn die Sünden gedenken, besonders die heimlichen Sünden und die Sünde im Herzen; die neue Bahn läßt einen mit sich selbst zufrieden sein.

Jonathan Edwards (1703-1758) sagte, “Der Mensch hat von Natur nur die Eigenliebe.” (“Der Mensch ist eine sehr boshafte und schmerzerregende Kreatur.”) Eigenliebe, aber keine Liebe zu Gott. Keine Liebe zu überhaupt jemandem außer dir selbst—weil du bist, wie Jonathan Edwards sagte, “eine sehr boshafte und schmerzerregende Kreatur.” Warum bist du so? Weil du die sündige Natur (die Erbsünde) von Adam, dem Vater des ganzen Menschengeschlechts, geerbt hast! Daher liebst du nur dich selbst. “Nein, nein!” sagte eine, “ich liebe meinen Ehemann.” Tatsächlich? Dann also, warum widerstehst du ihm und klagst du wegen ihm Tag und Nacht? Die Wahrheit ist, du liebst nur dich selbst!

Irre nicht, du liebst Gott nicht. Du kommst in die Kirche nur, deine Freunde zu sehen. Wenn einer deiner Freunde diese Kirche verläßt, dann wirst du auch sie verlassen. Das wird beweisen, wie heuchlerisch du bist! Das wird beweisen, wie immer du geredet hast, wie du Christum liebst und ihm trauest, daß du dich selbst getäuscht hast. Du warst die ganze Zeit nur ein falscher Christ. Du hast dich als Christ verkleidet. Du hast falsch gelächelt und freundlich ausgeschaut, aber du bist kein Christ. Du nimmst nur die Verkleidung eines Christen an, wie manche sich zu Fasching verkleiden! Nein, die Wahrheit ist, du liebst Christum nicht. Du liebst nur dich selbst. Nur dich selbst! Nur dich selbst! Nur dich selbst! In der Bibel steht es, “in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. Denn es werden Menschen sein, die viel von sich halten.” (II Tim. 3,1.2). Daher hast du keine Zeit, die Bibel zu lesen. Keine Zeit zu beten. Keine Zeit, dich im Evangelismus teilzunehmen—aber reichlich Zeit, stundenlang, Videospiele zu spielen, fernzusehen, und dreckige Pornographie anzuschauen. Keine Zeit, am Samstag und Sonntag Abend in die Kirche zu kommen—aber reichlich Zeit, ins Kino zu gehen! Warum bist du so? Weil du nur dich selbst liebst! Keine Liebe zu Gott. Keine Liebe zu Jesu. Nur Liebe zu sich selbst. Gestehe es! Gestehe es jetzt—sonst wirst du nie bereuen und wahrhaftiger Christ durch Vertrauen zu Christo zu werden.

Die “neue” Bahn ist genau das Gegenteil der alten Bahn—in der wir glauben. Die “neue” Bahn läßt dich in der Kirche vorankommen und ein schnelles Sündergebet sagen. Dann tauft man dich sofort! Viele Baptisten werden mich hassen, daß ich das sage, aber ich muß euch die Wahrheit sagen. Sie taufen einen so schnell wie möglich, gleich nachdem man eine sogenannte “Entscheidung” trifft. Warum taufen sie einen sofort, oft bei der selben Versammlung? Sie tun es nicht aus Liebe zu Jesu. Sie tun es nicht aus Glauben zur Bibel Sie tun das, weil sie nur sich selbst lieben! Ihnen ist es egal, was mit dir ist. Ihnen ist nur wichtig, wie viele Taufen sie anmelden können. Ich meine, die Pastoren, die das tun, sind selber nicht selig! Sagt ihnen, ich habe das gesagt, und lasse das am Manuskript und im Video!

Du sagst wohl, “Mir gefällt das nicht. Es gefällt mir nicht, wenn Sie mir sagen, ich habe keine Liebe zu Gott. Es gefällt mir nicht, wenn Sie mir sagen, ich liebe nur mich selbst. Ich komme nicht in diese Kirche zurück!” Ja, gut. Komme nicht zurück. Erinnere dich aber, dieser alte Prediger hat dir die Wahrheit gesagt, die ganze Wahrheit, nichts außer der Wahrheit—von dir selbst! Und ich höre nicht auf, das zu tun, was immer du sagst oder machst. Manche jungen Leute sagen, “Ich kann meine Freunde nicht herbringen, weil Sie so hart predigen.” Nein, meine Liebchen, darum geht es nicht—und ihr wißt es! Ihr bringt euere Freunde nicht her, weil ihre Seelen euch gleichgültig sind! Euch sind ihre Seelen Wurst—weil ihr nur euch selbst liebt! Macht euch keine solchen Gesichte und überlegt euch, was ich sage! Gerade hier sollt ihr die verlorenen Kinder, die ihr kennt! Warum? Weil diese ist die einzige Kirche in dieser Nähe, die ich kenne, wo sie vielleicht selig werden! Darum! Wenn ihr sie so sehr wie euch selbst liebtet, so würdet ihr ihnen sagen, “Komme in die Kirche mit mir! Es ist der harte Kern! Es ist altmodisch! Aber das ist die beste Kirche in der Stadtmitte von Los Angeles, und sie ist voll junger Leute genau wie du und ich.” Das würdet ihr ihnen sagen, wäret ihr echte Christen. Das seid ihr aber nicht. Du bist falsch! Einfach einer, der sich selbst liebt. Nur noch ein verlorenes Kind.

Am vergangenen Mittwoch Abend sagte mir ein unseliges Mädchen, sie werde mir nicht zuhören, weil ich zu viel schreie. Ich sagte ihr, “Du bist schon seit Jahren hier, und du bist immer noch verloren und widerspenstig.. Ich denke, ich muß noch lauter schreien!” Ja, lauter—und lauter—und lauter. Wenn du einen Blinden auf der Autobahn spazieren sähest, würdest du nicht schreien, “Weg von der Autobahn; sonst kommen Sie um!” Deswegen schreie ich—weil ich deine Seele liebe. Die Prediger, die nie schreien, lieben euch nicht. Sie wollen nur euer Geld haben! Und du wirst nie eine echte Bekehrung erleben, bis du vor Gott und dir selbst zugibst, wie sündig und egoistisch du bist. Du mußt deiner heimlichen Sünden, und der Sünden deines Herzens, überzeugt sein. Du mußt, mit David, denken, “Meine Sünde ist immer vor mir.” (Ps. 51,3). Das ist die alte Bahn der Bekehrung. Du mußt deiner Sünde überzeugt werden; sonst wirst du nie deine Not nach dem Tode Christi, deine Sünde zu bezahlen, und nach dem Ausgießen seines Blutes am Kreuz, dich aller Sünde rein zu machen.

4. Viertens war die alte Bahn, dich selbst zu versuchen; die neue Bahn ist, bloß in der Kirche herumzuspielen, bis du weggehst und zu einem sündigen Leben zurückkehrst.

In unserem Text steht es, “Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst!” (II Kor. 13,5). Das ist die alte Bahn. Untersuche dich selbst, um festzustellen, ob du wirklich selig geworden bist. Jonathan Edwards sagte, “Schaue darauf, daß du nicht nur angegeben hast, daß du deiner Sünde überzeugt bist, sondern daß du wirklich wegen deiner Sünde trauerst. Und dazu, daß dir die Sünde lästig ist, und daß dein Herz zärtlich und sensibel ist.”

So mußt du dich fühlen; sonst hast du eine falsche Bekehrung. Manche von euch haben von den Bekehrungen von anderen gehört oder gelesen. Ihr habt die Zeugnisse der Bekehrungen, die ihr gelesen oder gehört habt, memorisiert. Ich kann merken, wenn ich euere Zeugnisse der Bekehrung lese, daß diese nur memorisiert worden waren, als ihr das Zeugnis von Sheila Ngann gelesen habt, oder als ihr das kräftige Zeugnis von John gehört habt. Du bist nur einigermassen überzeugt worden, und dann hast ihre Hauptthemen kopiert! Du hast keine echte Bekehrung erlebt, nur eine memorisierte, von jemand, der wirklich bekehrt wurde. Ich werde das Mehrteil des Zeugnisses von John Cagan vorlesen. Während ich es lese, untersuche dich selbst. Wenn ich John Cagans Zeugnis vorlese, frage dich selbst, “Ist das wirklich mit mir geschehen? Oder kopierte ich nur das, was er gesagt hatte?” Höre genau zu, und frage dich selbst, ob das dir wirklich geschehen ist. Wenn nicht, dann hast du eine falsche Bekehrung gehabt. Und eher oder später wirst du unsere Kirche verlassen, genau wie viele anderen getan haben. Du mußt eine echte Bekehrung haben; sonst verläßt du unsere Kirche, wenn der Teufel zu dir kommt.

MEIN ZEUGNIS
21. Juni 2009
von John Samuel Cagan

Ich kann mich so klar und nahe an den Moment meiner Bekehrung erinnern, daß die Worte zu klein scheinen, in Vergleich zum Unterschied, den Christus gemacht hat. Vor meiner Bekehrung war ich voll Zorn und Haß. Ich war stolz auf meine Sünden, und ich habe mich zu denen gesellt, die Gott haßten Gott fing an, auf mich zu wirken. In den Wochen vor meiner Bekehrung wollte ich sterben: Ich schlief nicht, ich konnte nicht lächeln, ich konnte auf keiner Weise den Frieden finden. Unsere Kirche hielt evangelistische Versammlungen, und ich erinnere mich klar, wie ich sie verhöhnte, als ich meinen Pastor und meinen Vater mißachtete. (Der unselige John war genau so böse auf mich wegen meiner lauten Predigt wie das Mädchen, von dem ich euch erzählt habe.)

Der Heilige Geist hat zu der Zeit bestimmt angefangen, mich meiner Sünde zu überzeugen, aber mit meinem ganzen Willen verwarf ich jeden Gedanken von Gott und der Bekehrung, den ich hatte. Ich weigerte, daran zu denken, doch konnte ich nicht aufhören, mich gequält zu fühlen. (Wenn du dich von deiner Sünde nie gequält gefühlt hast, so bist du nie selig geworden!)

Als Dr. Hymers predigte wollte mein Stolz dringend die Predigt verwerfen, aber als er predigte konnte ich wirklich meine ganze auf meiner Seele spüren. Ich habe die Sekunden gezählt, bis die Predigt zu Ende käme, aber der Pastor predigte weiter, und meine Sünden kamen mir immer schlimmer vor. Ich mußte selig werden! Auch als er die Einladung gab leistete ich Widerstand, aber ich konnte es nicht mehr leiden. Ich wußte, ich war der ärgste Sünder möglich, und Gott hätte mich gerecht in die Hölle verdammt. (Das ist das einzige Gefühl, das du benötigst. Jonathan Edwards sagte, man müsse das fühlen, sonst wird man nie selig.) Ich war mit dem Kampf so erschöpft, ich war so unzufrieden mit meinem ganzen Wesen. Der Pastor beriet mich, und sagte mir, ich soll zu Christo kommen, aber ich wollte nicht. Auch wenn ich meiner ganzen Sünde überzeugt war, da wollte ich Jesu noch nicht trauen. Ich “versuchte”, selig zu werden, ich “versuchte”, Christo zu trauen, und ich konnte nicht. Ich konnte nicht (erraten, wie man zu Christo kommt). Ich konnte nicht entscheiden, Christ zu werden, und ich wurde verzagt. Ich konnte meine Sünde spüren, wie sie mich hinunter in die Hölle drte, doch ich konnte auch meinen Trotz fühlen, wie er meine Tränen vertrieb. Ich war in diesem Kampf steckengeblieben. (Die alten Prediger haben das “der Schraubstock des Evangelii” genannt.) Ich konnte meine Sünde spüren, wie sie mich hinunter in die Hölle drängte. Doch mein Trotz vertrieb mir die Tränen. (Harte Männer weinen nicht. Er ist ein harter Mann. Aber Gott hat ihn gedrängt und gedrückt, bis er weinte.)

Aufeinmal kamen mir die Worte einer Predigt, die vor Jahren gepredigt worden war, in den Sinn. “Gib Jesu nach! Gib Jesu nach!” In jenem Moment gab ich Jesu nach, und kam im Glauben zu Jesu. Das war keine Tat noch Wille meines Sinnes, sondern in meinem Herzen, einfach die Ruhe in Christo. Er machte mich selig! Er wusch meine Sünde in seinem Blut ab! Gerade in jenem Moment hörte ich auf, Christum zu widerstehen. Es war mir so klar; alles, was ich machen mußte, war ihm zu trauen. Ich erinnere mich an den Augenblick, als es nicht mehr um mich ging, sondern nur um Christum. Ich mußte nachgeben! In jenem Moment gab es kein körperliches Gefühl noch blendendes Licht. Ich brauchte kein Gefühl. Ich hatte Christum! Doch als ich Christo traute war es mir, als würde meine Sünden von meiner Seele aufgehoben. Ich wandte mich von meinner Sünde ab, und ich schaute nur zu Jesu! Jesus hat mich selig gemacht.

Nun habt ihr das Zeugnis von John gehört. Ist das dir je wirklich geschehen? Wenn nicht, dann hast du Not, wahrhaftig bekehrt zu werden. Du brauchst eine echte Bekehrung, keine kopierte. Was mußt du tun, eine echte Bekehrung zu erleben? Denke erst, wie sündig dein Herz ist, so sündig, daß du nicht wirklich bereut und Jesu getraut hast. So sündig, daß du versuchtest, uns zu täuschen, mit einem bloßen Memorisieren der Worte. Habe ich recht? Dann also mußt du dich wirklich von der Sünde deines Herzens und deines Lebens abwenden. Und du mußt wirklich zu Jesu kommen und rein gewaschen werden, im Blut, das er am Kreuz ausgegoßen hat. Komme voran zum Altar, und wir werden für dich beten und dich beraten, während die anderen hinauf zum Mittagessen gehen. Komme jetzt. Komme jetzt gleich! Amen.


WENN SIE DR. HYMERS ANSCHREIBEN MÜSSEN SIE IHM SAGEN, AUS WELCHEM LAND SIE SCHREIBEN; SONST KANN ER IHREN EMAIL NICHT BEANTWORTEN. Wenn Sie von dieser Predigt gesegnet worden sind, senden Sie einen Email an Dr. Hymers, und sage ihm, aber schließe immer ein, aus welchem Land Sie schreiben. Dr. Hymers' Email ist rlhymersjr@sbcglobalnet (hier anklicken). Sie dürfen Dr. Hymers auf jeder Sprache anschreiben, aber, wenn Sie es können, auf Englisch. Wenn Sie Dr. Hymers einen Brief per Post schreiben wollen, seine Adresse ist P.O. Box 15308, Los Angeles, CA 90015. Sie dürfen ihn telefonisch zu (818) 352-0452 anrufen.

(ENDE DER PREDIGT)
Sie können jede Woche die Predigten von Dr. Hymers am
Internet lesen, zu www.sermonsfortheworld.com.
“Predigte auf Deutschs” anklicken.

Diese Predigte stehen nicht unter Urheberrecht. Sie dürfen sie ohne Genehmigung
gebrauchen. Alle der Video-Predigte von Dr. Hymers stehen jedoch unter Urheberrecht,
und dürfen nur mit Genehmigung gebraucht werden.

Schrift vor der Predigt von Herrn Abel Prudhomme gelesen: Psalm 51,1-3.
Solo vor der Predigt von Herrn Benjamin Kincaid Griffith gesungen:
“The Old-Fashioned Way” (von Civilla D. Martin, 1866-1948).


GRUNDRIß VON

VERSUCHET EUCH SELBST JETZT!

EXAMINE YOURSELVES NOW!

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

“Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist?” (II Kor. 13,5).

(Offenb. 20,15; 14,10. 11; Jeremia 6,16)

1.   Erstens beginnt die alte Bahn mit Gott und seiner Herrlichkeit; die neue Bahn beginnt mit dem Menschen und seinen Bedürfnissen und Gefühlen, Röm. 9,18; 5 Mose 7,21; Nehemia 1,5; 9,32; Hebr. 10,31; 12,29; Matth. 22,14.

2.   Zweitens, die alte Bahn läßt einen an die eigene Sünde denken, die der echte Gott in der Hölle bestrafen wird; doch die neue Bahn läßt einen an die eigenen Bedürfnisse und Gefühle denken, Jer. 17,9; Matth. 25,46.

3.   Drittens läßt einen die alte Bahn die Sünden gedenken, besonders die heimlichen Sünden und die Sünde im Herzen; die neue Bahn läßt einen mit sich selbst zufrieden sein, II Tim. 3,1. 2; Psalm 51,3.

4.   Viertens war die alte Bahn, dich selbst zu versuchen; die neue Bahn ist, bloß in der Kirche herumzuspielen, bis du weggehst und zu einem sündigen Leben zurückkehrst. II Kor. 13:5.