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DIE SCHANDE DES HEILANDS

THE SAVIOUR’S SHAME
(German)

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt
Sonntag Abend, den 30. März 2014

“Da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten auf den Stuhl Gottes” (Hebräer 12:2).


Diese Predigt beruht sich auf einem Teil einer dreifaltigen Predigt von Spurgeon, der “Predigerfürst,” Möge sie euch segnen!

Ich habe mich immer gewundert, warum die meisten modernen Prediger, an den Sonntagen vor Ostern, nicht von den Leiden Christi reden. Sie machen nur mit ihren Auslegungen und selbstverbesserungsreden gerade bis zum Ostersonntag. Dann, ganz aufeinmal, ohne das vorzubereiten, reden sie von Jesu, wie er aus dem Grab erstand

!

Dr. Michael Horton hat bemerkts, daß viele evangelikalen Pastoren von der Auferstehung Christi zu Ostern gar nicht predigen! Er erzählte von einem liberalen Theologen, der eine große evangelikale Kirche besuchte. Er dachte, er werde das Evangelium hören. Stattdessen hörte er eine Predigt “wie Jesus uns die Stärke verleiht, unsere Schwierigkeiten zu überwinden.” Dann erzählte Dr. Horton von einem liberalen methodistischen Theologen, der eine andere “Bibelgläubige” Kirche besuchte, wo “die Predigt etwas davon war, wie Jesus seine Niederlagen überwand, und das können wir auch.” Der methodistische Professor ging davon und sagte, diese Erfahrung habe seine Meinung bestätigt, daß die Bibelgläubigen genau so oft wie die Liberalen von “Pop-Psychologie, Politik, oder dem Moralismus” reden. (Michael Horton, Ph.D., Christless Christianity: The Alternative Gospel of the American Church, Baker Books, 2008, S. 29. 30).

Heute wird nur wenig über die Leiden und den Tod Christi gepredigt. Der Hauptgrund ist, die Prediger meinen, jeder, der in ihre Kirche kommt, sei schon Christ—und braucht deshalb von der Passion Christi zu hören. Die deutschen Kirchen im frühen 19. Jahrhundert genauso irregegangen. Lewis O. Brastow schrieb, das Predigen in Deutschland zu der Zeit ist schief gegangen, weil man meinte, jeder in ihren Kirchen sei selig. Dr. Brastow schrieb, “Man nimmt an, eine getaufte Gemeinde sei eine christliche Gemeinde, und soll so angesprochen werden....das mag, zum Teil, die Erklärung, warum in Deutschland verhältnismäß unwirksam war.” ((Representative Modern Preachers, Macmillan, 1904, S. 11). Die meisten heutigen baptistischen Prediger nehmen an, ihre Mitglieder seien schon Christen, also brauche man nicht von den Leiden und dem Tod Christi zu predigen. Ich bin sicher, es ist daher, daß wir die sehr schwache Vers-pro-Vers Predigtmethode in unseren Kirchen haben.

Ich meine auch, die Seligen müssen von den Leiden Christi hören. Der Apostel Petrus schrieb

,

“Denn dazu seid ihr berufen; sintemal auch Christus gelitten hat für uns und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; ” (I Petr. 2:21).

Viele in unseren Kirchen sind heute nicht willig, überhaupt Leiden zu erleben. Sie wollen sogar nicht zu einem Sonntagabendgottesdienst oder zu einem Gebetstreffen am Mittwoch zu kommen. Ein Grund muß sein, man hat sie nicht an die großen Leiden Christi erinnert—welche, so schrieb der Apostel Petrus, “uns ein Vorbild...daßihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen.” Ein Mann klagte zu mir, er muß vierzig Minuten fahren, zu seiner Kirche zu kommen. Ich sagte ihm, das werde ihm gut tun. Christus hat ja “ ... für uns [gelitten] und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen.” Wir werden erst starke Jünger, wenn wir für Christum leiden, wie uns Röm. 5,3-5 gesagt wird. Das führt uns zu unserem Text zurück, der uns von den Leiden und der Schande, die Christus erlebte, uns zu retten.

“Da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten auf den Stuhl Gottes.” (Hebräer 12:2).

Ich betone heute Abend die Worte, “achtete der Schande nicht”. Das griechische Wort, das auf “achtete...nicht” übersetzt wird, heißt, “nicht zu betrachten” oder “kein Wert darauf zu legen.” Ellicott sagt uns, “Die buchstäbliche Bedeutung ist sehr stark, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht; die Schande von so einem Tod wird gegen die Freude, die noch vor ihm lag, gegenübergesetzt.” (Charles John Ellicott, editor, Ellicott’s Commentary on the Whole Bible, vol. VIII, Zondervan Publishing House, S. 336; Anmerkung zu Hebr. 12:2).

Es ist mein Ziel heute Abend, euch zu zeigen, wie Jesus in der Schande litt. So ein fürchterliches Ding ist das, daß Jesus so viel Schande erleben mußte, am Tag, als er litt, uns selig zu machen! Joseph Hart verstand das. Er schrieb,

Siehe wie geduldig Jesus steht,
   In dieser grausamen Stelle beleidigt!
Die Sünder haben die allmächtigen Hände gebunden,
   Und ins Gesicht ihres Schöpfers gespückt.
(Übersetzung von “His Passion” von Joseph Hart, 1712-1768;
      vom Pastor bearbeitet).

Für unser Wohl, und für unsere Seligkeit, wurde Jesus auf vier Weisen beschämt.

I. Denkt erst an die schandhaften Vorwürfe gegen Jesum.

Er hat keine Sünde gekannt. Er hatte nichts unrechtes getan. Sogar Pilatus, der römische Landpfleger, der ihn kreuzigen ließ, hat das gesagt. Pilatus sagte seinen Anklagern, “Ich finde keine Ursache an diesem Menschen.” (Luk. 23,4). “Ich finde keine Schuld an ihm.” (Joh. 18,38). Jesus wurde aber doch wegen der schlimmsten Sünde aller Art angeklagt. Der Sanhedrin verurteilte ihn wegen der Sünde der Gotteslästerung. Konnte er Gott lästern? Er, der zu Gott rief, als er Schweiß wie Blut schwitzte, “Vater, … doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!” (Luk. 22,42). Nein, Jesus hat seinen Vater, Gott, nie gelästert. Und eben weil das seinem Charakter so sehr widrig war, hat er den peinlichen Stich dieser Anklage gespürt.

Zunächst klagte man ihn wegen Landesverrat an. Sie sagten, er sei Verräter, der gegen den römischen Kaiser war. Sie sagten, er habe das Volk aufgerührt, und ihnen gesagt, er sei König. Er war natürlich vollkommen unschuldig. Als das Volk ihn zwingen wollte, König zu sein, verließ er sie und ging in die Wüste zu beten. Er sagte Pilato, “Mein Reich ist nicht von dieser Welt.” (Joh. 18,36). Er würde nie einen Aufstand gegen die Regierung führen. Man hat ihn aber deswegen angeklagt.

II. Denkt zweitens an die schandhafte Spotterei, die Jesus erlebte.

Er wurde auch schandhaft verspottet. Die Soldaten haben ihn nackt ausgezogen. Er wurde zweimal ausgezogen. Auch wenn die Maler ihn mit einem Lendenschurz zeigen, da war er eigentlich splitternackt. Er hatte nichts, womit sein nacktes Leib vor den starrenden Augen und spottenden Münden der bösen Pöbel. Man warf das Los um sein Kleid, während er nichts anhatte, den Scham seiner Nacktheit am Kreuz zu verdecken.

Sie verhöhnten ihn auch als Sohn Gottes. Sie sagten, “Bist du Gottes Sohn, so steig herab von Kreuz.” (Matt. 27,40). Sie schrien ihn an,

“Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, hat er Lust zu ihm; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Desgleichen schmähten ihn auch die Mörder, die mit ihm gekreuzigt waren. (Matth. 27,43-44).

Er sagte nichts, als sie ihn so schandhaft verhöhnten—denn er “erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht.” (Hebr. 12,2).

Sie haben ihn wiederum verspottet und schandhaft als König Israels ausgelacht. Er war doch ihr König, aber sie verachteten ihn, lachten ihn aus, und haben ihn schandhaft behandelt. Er war der König der Könige und Herr der Herren. Er hätte tausende der rächenden Engel herabrufen können, sie alle zu vernichten. Er hätte ausrufen können, und da wären sie mit Korah, der gegen Mose sprach, in die Hölle gefahren und von der Erde zugedeckt worden (4 Mose 16,33), da sie gegen Christum sprachen. Er hätte Feuer aus dem Himmel herabrufen und sie lebendig verbrennen können, wie Elia. (II Kön. 1,9-10). “Doch tat er seinen Mund nicht auf” zu eigener Verteidigung (Jes. 53,7).

Sie haben ihn sogar auch als Propheten verhöhnt. Sie haben ihm die Augen verbunden. Dann schlugen sie ihn mit ihren Fäusten ins Gesischt und sagten ihm, “Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug?” (Matth. 26,68). Jetzt haben wir die Propheten lieb. Jesaja reizt unsere Herzen mit seinen klaren Weissagungen von Christo auf, und mit seinen tiefgreifenden Einsichten in die Seligkeit unserer Seelen. Wie traurig sollen wir uns fühlen, an Jesum, den Propheten, die Augen verbunden und geschlagen, verhöhnt und beleidigt im Palast des hohen Priesters!

Aber auch als unser Priester erlitt er den Spott. Jesus war in die Welt gekommen, unser Priester zu sein, und ein Opfer aufzuopfern. Sie haben aber auch seine Priesterschaft verhöhnt. Alle Seligkeit sollte in den Händen der Priester sein. Nun sagten sie ihm, “Bist du Christus, so hilf dir selber und uns!” Er war der große hohe Priester. Er war das Passahlamm. Er war das Lamm Gottes, das nimmt hinweg die Sünde der Welt. Wie schrecklich, das er ihren herzlosen Spott leiden mußte! Doch er “erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht.” (Hebr. 12,2).

III. Denkt drittens an das schandhafte Geißeln und die Kreuzigung, die er erlitt.

Er wurde noch weiter verhöhnt, indem er gegeißelt wurde. Viele der frühen Kirchenväter beschrieben schrecklicherweise das Geißeln Christi. Ob das, was sie schrieben, eigentlich auf die Tatsachen begründet wurde, können wir nicht beurteilen. Das Geißeln hat aber doch furchtbar sein müssen, den der Prophete schrieb,

“Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.” (Jes. 53,5).

Das muß ein furchtbares Geißeln auf seine Rücken gewesen sein—denn der Prophete nannte es “verwundet”, “zerschlagen”, “die Strafe” und “seine Wunden”. Und jedesmal, als die Peitsche seinen Rücken zerriß, da lachte der Folterer ein teuflisches Lachen. Jedesmal, als sein Blut aus seinen Wunden spritzte und sein Fleisch von seinen Rippen abgerissen wurde, da gab es frisch Spott und Hohn und Lachen, damit seine Schmerzen noch schlimmer wurden. Doch unseres Wohles wegen, und um unserer Seligkeit willen, verachtete er die Schande!

Dann also kam er zum Kreuz. Man hat ihn dazu genägelt. In ihrer satanischen Wut verhöhnten sie ihn und lachten sie ihn noch weiter aus! Die hohen Priester und Schriftgelehrten saßen da und schauten ihn an, wie er am Kreuz wand. Ich kann mir gut vorstellen, daß sie sagten, “Er wird also nie wieder von den Mengen umgedrängt!” “Ha, ha, ha, die Hände, die die Aussätzigen anrührten und heilten, und die die Toten erhoben, werden das nie wieder tun!” Sie haben ihn verspottet. Schließlich, als er sagte, “Ich durste,” da gaben sie ihm saueren Essig zu trinken—sogar seinen trockenen Mund und seine geschwollene Zunge zu verhöhnen!

Seht, wie geduldig Jesus steht,
   In diesem furchtbaren Ort beleidigt!
Die Sünder haben die allmächtigen Hände gebunden
   Und haben ihrem Schöpfer ins Gesicht gespückt.

Mit Dornen, sein Stirn gestochen und geschnitten,
   Fließen Blutströme aus jedem Teil;
Sein Rücken, mit schweren Geißeln gepeitscht,
   Doch schärfere Geißeln zerreißen sein Herz.

Das Kreuz! Das Kreuz! Wenn wir heute diese Worte hören, so läßt uns das nicht an die Schande denken. In der Zeit Christi war aber das Kreuz als die schrecklichste und furchtbarste aller Strafen. Diese schreckliche Methode der Kreuzigung wurde für die allerschlimmsten Verbrecher reserviert—für einen Sklaven, der seinen Herrn ermordete, für einen Verbrecher—für die schlimmsten Verbrecher. Mit dem Kreuz wurde der Tod schrecklich und auch sehr schmerzhaft. Die Kreuzigung war für die echten Schurken—die Mörder, die Assassinen, die Rebellen. Das war eine sehr langsame und sehr schmerzhafte Weise zu sterben. Von allen Mitteln des Quales in der heidischen, römischen Welt, keine war so grausam wie die Kreuzigung. Wir können kaum begreifen, wie schandhaft das war, am Kreuz zu sterben. Die Juden haben das aber gewußt; und die Römer haben das gewußt. Christus hat auch gewußt, wie schandhaft das war, ausgezogen zu werden und an ein Kreuz genägelt zu werden. Die Kreuzigung Jesu war auch schlimmer als sonst. Er mußte das eigene Kreuz durch die Straßen tragen. Er wurde zwischen zwei Dieben gekreuzigt—das hieß also, er sei so schlimm wie ein gemeiner Verbrecher. Das ließ seinen Tod noch schrecklicher werden. Er verachtete aber die Schande und erduldete das Kreuz—für unsere Seligkeit und als unser Vorbild!

IV. Viertens laßt uns dem Kreuz Jesu noch näher kommen, und noch mehr von ihrer Schande sehen.

Das Kreuz! Das Kreuz! Unsere Herzen leiden, überhaupt daran zu denken! Das rauhe Holz wird auf den Grund gelegt. Christus wird auf seinen Rücken geschmissen. Vier Soldaten greifen seine Hände und Füsse, und schlagen Nägel durchs Fleisch. Er fängt an zu bluten. Er wird in die Luft hoch gehoben. Das Ende des Kreuzes wird in die Grube, die dazu ausgegraben worden ist, hineingesteckt. Seine Ärme werden ausgerenkt. Jeder Knoche wird vom Gelenk durch den gewaltigen Schlag gerissen. Er hängt da im nackten Scham, und wird von der großen Menge, die dort versammelt war. Die brennende Sonne scheint heiß auf sein Fleisch. Ein Fieber fängt an, in seinem Leibe zu brennen. Seine Zunge wird trocken und klebt zum Gaumen. Die Schmerzen werden so qualvoll, sie sind unerträglich.

Am allerschlimmsten hatte er das verloren, das den Martern ihre Kraft verleiht. Er hatte die Anwesenheit Gottes verloren. Nun macht der Vater ihn zu einer Versühnung für unsere Sünden. Nun wollte der Vater “ihn also zerschlagen mit Krankheit; er hat sein Leben zum Schuldopfer gegeben.” (Jes. 53,10). Da ist Jesus—von Gott und von seinen Freunden verlassen!

Nackt ans verfluchte Holz genägelt
   Der Erde und dem Himmel oben aufgedeckt,
Ein Spektakel der Wunden und des Blutes
   Eine traurige Darstellung der verletzten Liebe.

Horch! Wie seine furchtbaren Schreie erschrecken
   Die entsetzten Engel, wenn sie zuschauen;
Seine Freunde verließen ihn in der Nacht,
   Und nun verläßt ihn auch sein Gott!

Hier ist Jesus alleine. Seine Jünger sind vor lauter Angst weggelaufen. Gott hat ihn bestraft und sich davon abgewendet. Jesus wird allein gelassen, in der Weinpresse zerquetscht zu werden, und sein Kleid in sein eigenes Blut einzutauchen! Für unser Wohl, und für unsere Seligkeit wird er geschlagen, zerquetscht, zerstört; seine Seele leidet die Todesschmerzen.

In alten Zeiten haben die Menschen geweint, wenn Jesus so beschrieben wurde. Manchmal schrien sie auch laut im Gottesdienst aus. Davon können wir heute nur in den Historien lesen. Euere Generation, die Tausende auf Tausende Morde im Fernsehen angeschaut hat, kann keine einzige Träne vergönnen. Euere Generation, im Blute der fünfundfünfzig Millionen der abgetriebenen Babys, kann nicht überhaupt einmal traurig seufzen, denn euere Generation ist leer aller natürlichen Gefühle des Mitleids, und kann nur blöd klotzen! Wäre euere Generation normal, so würdet ihr große Schmerzen in eueren Herzen fühlen, daß Jesus so was mitmachte, euere Seelen selig zu machen.

Denkt bitte daran, meine Freunde, Jesus hat für euch diese ganzen Schmerzen und Schande durchgelebt, euerer Seligkeit willen und als euer Musterbild. Er erduldete das Kreuz und verachtete die Schande für euch.

“Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren. So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind.” (Röm. 5,8-9).

Stehet bitte auf und singt das letzte Lied an euerem Liederblatt

.

Wenn ich das wunderbare Kreuz betrachte,
   An dem der Fürst der Herrlichkeit starb,
So mußich meinen reichsten Gewinn für Verlust zählen
   Und mein ganzes Stolz verachten.

Verbiete es, Herr, daß ich mich rühme,
   Außer dem Tod Christi, meines Gottes;
Alle eitelen Sachen, die mich ammeisten reizen,
   Die opfere ich zu seinem Blut.

Siehe, von seinem Kopf, seinen Händen, seinen Füssen,
   Strömen vermischt Schmerz und Liebe;
Haben sich je solche Liebe und Schmerz getroffen,
   Oder Dornen so eine reichliche Krone verfaßt?

Wäre das ganze Reich der Natur meins,
   So wäre das ein viel zu kleines Opfer;
Solche erstaunliche, göttliche Liebe
   Verlangt meine Seele, mein Leben, mein Alles.
(Übersetzung von “When I Survey the Wondrous Cross”
      von Dr. Isaac Watts, 1674-1748).

(ENDE DER PREDIGT)
Du kannst Dr. Hymers Predigte jede Woche am Internet lesen, an
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Sie dürfen Dr. Hymers auf Englisch Email senden, an rlhymersjr@sbcglobal.net
oder ihn anschreiben, an P.O. Box 15308, Los Angeles, CA 90015, USA. Oder
rufen Sie ihn an (auf Englisch), an (818) 352-0452.

Diese Predigte stehen nicht unter Urheberrecht. Sie dürfen sie ohne Genehmigung
gebrauchen. Alle der Video-Predigte von Dr. Hymers stehen jedoch unter Urheberrecht,
und dürfen nur mit Genehmigung gebraucht werden.

Schrift vor der Predigt von Herrn Abel Prudhomme gelesen: Matth. 26,59-68.
Solo vor der Predigt von Herrn Benjamin Kincaid Griffith gesungen:
“His Passion” (von Joseph Hart, 1712-1768).


GRUNDRIß VON

DIE SCHANDE DES HEILANDS

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

“da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten auf den Stuhl Gottes.” (Hebräer 12:2).

(I Petr. 2,21)

I.      Denkt erst an die schandhaften Vorwürfe gegen Jesum, Luk. 23,4;
Joh. 18,38; Luk. 22,42; Joh. 18,36.

II.    Denkt zweitens an die schandhafte Spotterei, die Jesus erlebte,
Matth. 27,40. 43-44; 4 Mose 16,33; II Könige 1,9-10;
Jes. 53,7; Matth. 26,68.

III.  Denkt drittens an das schandhafte Geißeln und die Kreuzigung, die er
erlitt, Jes. 53,5.

IV.    Viertens laßt uns dem Kreuz Jesu noch näher kommen, und noch mehr von
ihrer Schande sehen, Jes. 53,10; Röm. 5,8-9.