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PRESBYTERIER UND BAPTISTEN
STREITEN ÜBER EINE BELIEBTE HYMNE

(ZUM REFORMATIONSTAG GEPREDIGT)
PRESBYTERIANS AND BAPTISTS
FIGHT OVER POPULAR HYMN
(A SERMON PREACHED ON REFORMATION SUNDAY)

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt
Sonntag Abend, den 27. October 2013

“Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Jesum Christum geschehen ist, welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bisher geblieben war unter göttlicher Geduld; auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum.” (Röm. 3:23-26).


Das ist eine der größten Perikopen im neuen Testament. Das ganze Menschengeschlecht hat gesündigt. Nur durch die Gnade Gottes werden wir gerecht. Nur durch Christum werden wir selig. Gott hat ihn zum Kreuz gesandt, seine eigene Gerechtigkeit zu befriedigen, und durch den Glauben an das Blut Christi werden wir selig. Gott sandte Jesum, an unserer Stelle zu blüten und zu sterben, damit er gerecht sein konnte, und gleichzeitig die Sünder rechtfertigen. Das ist der Kern des Evangelii! Das ist aber ein Evangelium, das die theologisch liberale Christenheit verwirft. In seinem Buch The Kingdom of God in America (1934) (Das Königreich Gottes in Amerika) beschrieb Dr. H. Richard Niebuhr den theologisch liberalen Protestantismus mit folgenden bekannten Worten: “Ein Gott ohne Zorn brachte die Menschheit ohne Sünde in ein Königreich ohne Gericht, durch die Dienste eines Christi ohne Kreuz.” Niebuhr war selber recht liberal, aber er sah die Unbeständigkeit und die Hohlheit des extremen Liberalismus, der in der Mitte der 30er Jahre das Herz aus dem Hauptstrom des Protestantismus herausgefressen hatte. Dietrich Bonhöffer hat auch dasselbe gesagt, als er sagte, man könne in Amerika “den Protestantismus ohne die Reformation” haben!

Die liberalen Protestanten wollen die Lehre “verdümmen”, damit der moderne Mensch sie annehmen wird. Die mögen die Wörter “Sünde,” “Gericht,” und “Kreuz” nicht; besonders mißfällt ihnen die Phrase, “Zorn Gottes.” Sie meinen, solche Wörter weisen die Ungläubigen von den Kirchen ab. Robert H. Schuller, der liberale Pastor am Fernsehen, hat es so ausgedrückt:

Wir können mit einer Strategie von “So spricht der Herr,” wenn wir mit Menschen reden, denen es völlig egal ist, was der Herr spricht! Wir können nicht mit “Was steht im Text?” anfangen, wenn wir mit Menschen reden, die keinen Respekt für...” den Text haben.” (Robert H. Schuller, D.D., Self-Esteem: The New Reformation, Word Books, 1982, p. 13).

Das ist bloß Quatsch, Fälschung, wörtlicher Unsinn! Ich bin nun 55 Jahre im Amt. Die ganze Zeit habe ich mit Nichtchristen gesprochen, und habe sie zu Christo gebracht. Am vergangenen Montagabend speisten meine Frau und ich in einem Restaurant. Ein Chineser kam zu uns und sagte mir, ich hatte ihn vor 48 Jahren zu Christo geführt. Er war ein wilder junger Knabe, der in der Chinatown (im chinesischen Viertel von Los Angeles) umherlief. Man brachte ihn zu unserer chinesischen baptistischen Kirch. Er wurde Christ als er mich in unserem Sommercamp predigen hörte. Das war 1965. Jetzt ist er 58-jähriger Arzt. Er erinnerte sich, wie ich predigte, und wie er zitternd kam, Christo zu trauen.

Weiterhin habe ich zwei Kirchen in solchen sehr weltlichen Orten wie der Landkreis Marin, nördlich von San Francisco, und im Herz der Stadtmitte in Los Angeles. Ich habe immer so predigt: “So spricht der Herr.” Ich habe meine Predigte mit einem Text in der Bibel angefangen. Und ich habe die Worte meiner Predigte nie etwa “nachgeschnitten”, um weltlichen Sündern zu gefallen. Vielleicht ist meine Kirche nicht so groß wie die von Schuller—aber er hat eigentlich gar keine Kirche! Sein sogenannter “Crystal Cathedral” (Kristalldom) ist jetzt eine römisch-katholische Kirche! Seine ehemalige Gemeinde ist gescheitert und im Wind zerstreut! Beide Kirchen, die ich gegründet habe, bleiben noch stark. Ich meine also, meine Art der direkten Rede ist besser als seine liberale Glattzünge.

Man hat es aber schwer, die Liberalen das sehen zu lassen. Der Ausschuß, der das neue Gesangbuch der Presbyterian Church (U.S.A.) (eine angeblich reformierte, aber sehr liberale, Kirchengemeinschaft) hat die beliebte moderne Hymne, “In Christ Alone,” (In Christo Allein), weil die Autoren der Hymne weigerten, eine Phrase über die Befriedigung vom Zorne Gottes auszulassen. Das war das Lied, das Herr Griffith, vor einem Moment, gesungen hat. Die Phrase, die sie auslassen wollten, war,

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Der Zorn Gottes befriedigt wurde.

Einigen Monaten zuvor hatte die Southern Baptist Convention ein neues Gesangbuch mit diesem Lied veröffentlicht. Die Southern Baptists haben jene Phrase aber verändert: von “Der Zorn Gottes befriedigt wurde” zu “Die Liebe Gottes vergrößert wurde.” Die Southern Baptists hatten die Worte ohne Genehmigung der Autoren verändert, welche Genehmigung verweigert wurde, als die Presbyterier darum baten.

“Der Zorn Gottes befriedigt wurde” wurde auf “Die Liebe Gottes vergrößert wurde.” Sobald ich das las habe ich geraten, eine liberale Feministin habe etwas damit zu tun. Und so war es: ihr Name ist Mary Louise Bringle, eine Professorin der Religion, die Vorsitzende des Auschußes fürs Gesangbuch. Sie hat die Strophen von einer männlichen Phrase, “Der Zorn Gottes befriedigt wurde” zu einer sänfteren Phrase, “Die Liebe Gottes vergrößert wurde.” Leon J. Podles hat über die Feminisierung der Christenheit geschrieben, in seinem Buch, The Church Impotent (Die Impotente Kirche) (Spence Publishing Company, 1999). Dazu hat David Murrow hat einen sehr kräftigen Argument gemacht, die Feminisierung sei ein wichtiger Grund, warum die Männer und die jungen Menschen die Kirchen entflohen haben. In seinem berühmten Buch, Why Men Hate Going to Church (Warum die Männer nicht gerne in die Kirche gehen) (Thomas Nelson Publishers, 2004).

Die Ausschußvorsitzende, die die Hymne auslassen ließ, war Frl. Mary Louise Bringle. Sie sagte, “Die Ansicht, daß das Kreuz hauptsächlich um die Bedürfnis Gottes, den Zorn Gottes zu befriedigen, hätte einen negativen Einschlag auf die Ausbildung der Anbetenden.” Welcher vollkommener Unsinn! Die Worte sind im perfekten Zusammenklang mit dem Verständnis durch die Jahrhunderte des versühnenden Werkes Christi. Es steht korrekt in der Hymne,

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Der Zorn Gottes befriedigt wurde;
Denn jede Sünde wurde auf ihn gelegt--
Hier, im Tode Christi, lebe ich.

Frl. Bringle und die Liberalen in ihrem Ausschußbehaupteten, die “Satisfactio-Theorie” der Versühnung Christi am Kreuz sei eine Erfindung des Theologen Anselm im 11. Jahrhundert. Sie irren aber. Im alten Testament, schon mehr als 700 vor Christi, schrieb der Prophete Jesaja,

“Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er [Gott der Vater] seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihr Sünden.” (Jesaja 53,11).

Also wurde die “Befriedigung” in der Bibel gelehrt, mindestens 1800 Jahre bevor Anselm sie lehrte! Und die Versühnung, das Korollarium der Befriedigung, wird im neuen Testament gelehrt, in solchen Versen wie Röm. 3,25; I Joh. 2,2; und I Joh. 4,10. Im 5. Jahrhundert verkündigte Augustin die Tatsache, daß Christus die Gerechtigkeit Gottes am Kreuz befriedigte. Und Anselm ist selber nicht zu verwerfen. In der Zeitschrift Christianity Today wurde geschrieben, “Anselm ist heute genau so zeitgemäß wie je—und ist den Evangelikalen ein Segen.” In einem Kapitel mit der Titel “Befriedigung und Stellvertretung im Grundriß” zitierte der große puritanische Theologe John Owen (1616-1683) die folgenden Verse:

“Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.” (II Kor. 5,21).

“Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns” (Galatians 3:13).

“Sintemal auch Christus einmal für unsre Sünden gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß er uns zu Gott führte.” (I Peter 3:18).

Dazu schrieb Owen, “Diese Ausdrücke bezeugen alle unbestreitbar eine Stellvertretung von Christo, als er an der Stelle von denen litt, die er kam, selig zu machen. Das ist, im Allgemeinen, alles, was wir mit Befriedigung deuten wollen, nämlich, daß er 'für uns zur Sünde gemacht' wurde, das heißt, an unserer Stelle, damit wir von dem zukünftigen Zorn erlöst werden...also wird es von der Seite Gottes bestätigt, “welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben.' (Röm. 8,32)...[Christus] trug ihre Sünde, oder die Strafe, die zu ihren Sünden gehörte...damit, mit der Gerechtigkeit Gottes befriedigt und das Gesetz erfüllt worden, sie frei gehen konnten, von der zukünftigen erlöst; und wenn, er dabei einen echten befriedigenden Preis für ihre Erlösung bezahlte, dann hat er Gott also eine Befriedigung für die Sünde gemacht. Das meinen wir mit diesem Ausdruck der Befriedigung.” (John Owen, D.D., “Satisfaction and Substitution Outlined,” The Works of John Owen, Band 2, The Banner of Truth Trust, 2004 Nachdruck, S. 419).

Ich weiß, das war ein schwieriger Absatz mitzufolgen und schwer zu verstehen. Dr. Owen war Theologe, und kein Prediger. Deshalb werde ich eine einfache Erklärung der Versühnung, die die Worte der Hymne aufklären wird,

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Der Zorn Gottes befriedigt wurde.

Dr. Thomas Hale schrieb,

Da Gott gerecht ist, muß er die Sünde bestrafen. Es war um seine Gerechtigkeit zu zeigen, daß Gott Christum wegen unserer Sünden bestrafte. Es war aber auch aus seiner Liebe zu uns, daß er Christus an unserer Stelle bestrafte. Als er Christum bestrafte, bestrafte Gott wirklich sich selbst. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab (Thomas Hale, D.D., The Applied New Testament Commentary, Kingsway Publications, 1997, S. 538; Anmerkung zu Röm. 3,25).

Frl. Bringle sagte, sie und ihr Ausschuß wollten die Worte “der Zorn Gottes befriedigt wurde,” weil das an eine theologische Ansicht deutete, die sie verwarfen. Das mag wohl sein, aber ich glaube, das ist nicht die ganze Wahrheit. Ihr gefielen die männlichen Worte “Zorn Gottes” nicht. Sie wollte also sie mit den weiblicheren Worten, “die Liebe Gottes wurde vergrößert.”

David Murrow ist ein Kirchenältester in der Presbyterian Church (U.S.A.), in der selben Kirchengemeinschaft wie Frl. Bringle. Sie, und ihr Ausschuß auch, sollte wirklich Murrows Buch lesen, Why Men Hate Going to Church (Nelson, 2004). Murrow sagte, “...die Führung in der Kirche verlangt einen Bilanz zwischen dem männlichen und dem weiblichen Geist.” (S. 152). Die These seines Buches ist aber, daß unsere Kirchen von weiblichen Werten und Programmen überwältigend dominiert werden. Ich persönlich meine, er habe genau Recht. Höret dieses an. Murrow schrieb,

      Die Männer fantasieren davon, die Welt alle Widrigkeiten zum Trotz zu retten. Die Frauen fantasieren, wie sie ein Verhältnis mit einem wundervollen Mann haben...
      Wenig Kirchen aber sind Muster der Werte der Männer: Risiko und Belohnung, Erlangen, heldenmäßig zu opfern, Tat und Abenteuer. Jeder Mann, der nach diesen Werten leben will, wird sehr schnell mit einem Kirchenrat Schwierigkeiten haben. Deshalb gehen (die Männer nicht gern) in die Kirche (Item, S. 15).

Wandere ich zu weit vom Streit über die Strophe in der Hymne, “In Christ Alone”? Ich glaube nicht. Ich meine, die Veränderung jener Worte ist der Mikrokosmos, der den Makrokosmos offenbart. Hört die originalen Strophen zu,

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Der Zorn Gottes befriedigt wurde.

Das ist das Originale, von zwei Männern geschrieben. Hier nun ist die bearbeitete Version, die Frl. Bringle und ihr Ausschuß empfahlen,

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Die Liebe Gottes vergrößert wurde.

Welches ist männlich? Welches wird Männern gefallen? Ganz klar, das eine, das die zwei Männer schrieben, die die originale Hymne schrieben! “Der Zorn Gottes befriedigt wurde.” Vor so einem Gott haben die Männer Respekt—ein Gott, der eine ganze Zivilisation ertränkte, die ihn mit ständiger Sünde zu gehorchen weigerte; ein Gott, der den bösen Pharaoh und seine Soldaten in den Wässern der Roten See zerstörte; ein Gott, der Gideon und nur einigen Männern half, die Midianiten zu erwischen; ein Gott, der drei hebräische Männer aus einem brennenden Ofen herausholte, um seine Macht einem bösen König zu erweisen; ein Gott, der in den Tempel geht, nicht einmal sondern zweimal, und die Tische umkippt, und die erschrockenen Geldwechsler mit einer Peitsche in die Straße hinausjagt; ein Gott, der die Türe eines Kerkers aufschlägt und Petrum herauskommen läßt, und ihn dann den religiösen Leitern sagen läßt, “Man muß Gott mehr gehorchen denn den Menschen;” ein Gott, der einen Mann und seine Frau totschlägt, weil sie Petrum angelogen haben; Ein Gott, der “übergab aus seinem Rat und Vorsehung” Jesum in die “Hände der Ungerechten, damit er gekreuzigt wurde (Ap. 2,23); ein Gott, “der warf unser aller Sünde auf ihn;” (Jes. 53,6); ein Gott, “wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. ... sein Leben zum Schuldopfer [machen]... wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. (Jes. 53,10.11)--das ist der Gott, von dem es in der Hymne stand,

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Der Zorn Gottes befriedigt wurde!!!

Dieser Gott, und nur dieser Gott, ist der Gott, den die Männer respektieren, und dem sie folgen werden—nicht der schwache und weibliche Gott von Frl. Bringle, sondern der Gott vom Berg Sinai und vom Kalvarienberg – “Der große und schreckliche Gott” von Nehemiah (Neh. 1,5) – “der große und schreckliche Gott” von Daniel (Dan. 9,4) – der Gott, der seinen einiggeborenen Sohn opferte, der von der eigenen Hand Gottes “zu einem Fluch gemacht wurde” (Gal. 3,13) – das ist der Gott der Bibel! Das ist der Gott und Vater Christi! Das ist mein Herr, und das ist mein Gott! Ich kenne den Gott von Frl. Bringle nicht – und ich will ihn nicht kennen—und die meisten Männer wollen ihn nicht kennen! Deshalb hat die episkopale Kirche die Mehrheit ihrer Männer verloren. Deshalb hat die methodistische Kirche die Mehrheit ihrer Männer verloren. Und, ja, die Kirche von Frl. Bringle, Presbyterian (U.S.A.) hat auch die Mehrheit ihrer Männer verloren. (Murrow, item, S. 55).

In seinem Buch, Why Men Hate Going to Church, hat Herr Murrow einen Kapitel mit der Titel, “Men Aren't the Only Ones Missing from Church.” (Es fehlen nicht nur die Männer von der Kirche.) Er schreibt, die Frauen wollen Sicherheit, aber die Männer und die jungen Menschen wollen herausfordert werden. Wisset ihr was? Es sind die Frauen, die am wahrscheinlichsten sind, in der Kirche zu sein—und die Männer und die jungen Erwachsenen sind am wenigsten wahrscheinlich, in der Kirche zu sein! (Item, S. 18). Kann es sein, das ist ein Teil des Grundes, warum unsere Kirchen 88% ihrer jungen Leute bis zum Alter von 25? Murrow schreibt, die Männer und jungen Erwachsenen sehen die Kirche als eine Stelle für Frauen und kleine Kinder, mit nichts, was sie herausfordert, also verlassen sie die Kirche!

Läßt man einen Durchschnitt der jungen Menschen im Alter von 18 bis 25, und eine Gruppe der erwachsenen Männer wählen, welche Strophen sie lieber haben—welche, meint ihr, würden sie wählen?

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Der Zorn Gottes befriedigt wurde,

oder

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Die Liebe Gottes vergrößert wurde?

Obwohl beide wahr sind, ich meine, daß ihr wisst, die meisten Männer und jungen Erwachsenen würden die originalen Worte, von zwei Männern geschrieben, wählen, anstatt der bearbeiteten Version von Frl. Bringle!

Die Männer und jungen Menschen werden zu einem großen, und mächtigen, und schrecklichen Gott gezogen—zum Gott der Bibel! Die mittelälterlichen Frauen, die nie wirklich bekehrt worden sind, bevorzügen einen sanften, sicheren Gott, der niemand herausfordert und niemand verdammt. Also haben unsere Kirchen eine Fülle der älteren Frauen, während wir die meisten Männer, und 88% unserer jungen Menschen, verlieren.

Unsere eigene Kirche ist überwiegend männlich. Warum? Ich denke, es gebe mehrere Gründe. Erstens mache ich es sicher, meine Predigte schauen auf den großen und schrecklichen Gott der Bibel, und auf den kräftigen, muskulösen Christum, der seine Männer führte, die Welt zu erobern. Ich gebe immer Exempel der tapferen Männer und Frauen, die ihre Leben niederlegen, Gott zu ehren. Wir stellen Fotos und Gemälden an die Wände unserer Kirche, die die großen Helden des Glaubens abbilden—Männer wie Spurgeon, Edwards, Bunyan, Knox, Whitefield, Wesley, William Jennings Bryan, und andere. Heute ist der Sonntag der Reformation. Wie bei uns üblich werden wir den großen schwarzweißen Film über Luther anschauen, während unseres Abendessens nach diesem Gottesdienst. Luther ist einer unserer Helden. Früher im Gottesdienst haben wir Luthers bewegende und kräftige Hymne, “Ein' feste Burg ist unser Gott” gesungen.

Wir haben kein “Männerfrühstück” für unsere Männer. Und wir haben kein “Eiskrem-Party” für unsere jungen Menschen. Nein! Wir senden sie hinaus—in die gemeinen Straßen von Los Angeles in der Nacht—die Seelen zwei pro zwei zu gewinnen. Tut das Angst? Das würde es für Frl. Bringle! Sie würde kribbeln!! Das ist aber eine Herausforderung zu unseren Männern und unserern jungen Leuten—genau die Art der Herausforderung, die sie nötig haben—wahre Soldaten des Kreuzes zu sein!!!

In der Bibel steht es,

“Du nun erdulde die Widrigkeiten als ein guter Streiter Jesu Christi!” (II Tim. 2,3).

“Dulden wir, so werden wir mitherrschen” (II Tim. 2,12).

“Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.” (Luk. 9,23).

“Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, auf das mein Haus voll werde.” (Luk. 14,23).

Das sind die spannenden und herausfordernden Arten der Schriften, die unsere Männer, unsere jungen Menschen—und auch unsere Frauen—begeistern, ihre Leben zu Christo und seiner Kirche hingebungsvoll zu leben.

Und was ist mit der Bekehrung? Bei uns heißt die Bekehrung nicht, ein Feigling, ein Buchwurm oder ein Versager zu werden. Die Bekehrung ist ein großer Schritt dazu, ein Mann zu werden, ein solcher Mann, wie Gott will, daß man wird! Ich kann mit aller Bewußtheit sagen, wäre ich nicht bekehrt worden, da hätte ich gewiß im Leben versagt. Als ich zu Christo kam gab er mir die Kraft, das zu sein, was ich sein sollte, und das zu tun, was ich tun sollte! Mein Lebensvers ist folgender:

“Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.” (Phil. 4,13).

“Der mich mächtig macht.”

Schauet Luther an. Er war schwach, ängstlich und versagend, als er im Kloster katzbuckelte. Dann traute er Christo! Dann wurde er ein mächtiger Soldat des Kreuzes! Spurgeon sagte, Luther “hätte Kommandeur eines Heeres sein können.”

Wenn du deine Sünde bekennst, und am Fuß des Kreuzes niederfällst, da wirst du aufstehen, wie Dr. John Sung, der mächtige Christ zu werden, wie Gott will, daß du bist! Schauet Petrum an! Schauet Augustin an! Schauet Bunyan an! Alle kamen zu Christo in Furcht und Schwäche, aber als sie Christo trauten, standen sie als mächtige Männer Gottes auf! Schauet Wesley an—wie er von der Mission in Georgia floh, und vor Christo in Schwäche niederfiel—und als großer Mann, der das ganze England für Gott schüttelte! Schauet Whitefield an, der auf seinem Bett lag und schrie, “Ich dürste! Ich dürste!” und von der Schwäche der Sünde aufstand, das Evangelium auf zwei Kontinenten zu verkündigen! Man kann kaum sagen, was Gott mit deinem Leben machen kann, wenn du dich zu Jesu Christo übergibst, der zum Kreuz ging und den Zorn Gottes erlitt, zu ermöglichen, daß du so ein Mann—oder eine Frau—wirst, wie du sein sollst!--mit Luther zu singen,

Ein' feste Burg ist unser Gott
   Ein' gute Wehr und Waffe.
Er hilft uns frei aus aller Not,
   Die hätt' uns übertroffen.
Nehmen sie den Leib,
   Gut, Ehr, Kind und Weib
Laß' fahren dahin
   Sie haben's kein' Gewinn,
Das Reich muß uns doch bleiben.
      (“Ein' feste Burg ist unser Gott” von Martin Luther, 1483-1546).

Man kann ganz gewiß sein, Luther hätte die Strophen gewählt,

Bis an jenem Kreuz, als Jesus starb,
Der Zorn Gottes befriedigt wurde.

Komme zu Christo, und mache es jetzt, heute Abend. Er wird deine Sünde vergeben und dir die Kraft schenken, für Gott zu leben!

 

(ENDE DER PREDIGT)
Du kannst Dr. Hymers Predigte jede Woche am Internet lesen, an
www.realconversion.com. “Predigte auf Deutsch” anklicken.

Sie dürfen Dr. Hymers auf Englisch Email senden, an rlhymersjr@sbcglobal.net
oder ihn anschreiben, an P.O. Box 15308, Los Angeles, CA 90015, USA. Oder
rufen Sie ihn an (auf Englisch), an (818) 352-0452.

Diese Predigte stehen nicht unter Urheberrecht. Sie dürfen sie ohne Genehmigung
gebrauchen. Alle der Video-Predigte von Dr. Hymers stehen jedoch unter Urheberrecht,
und dürfen nur mit Genehmigung gebraucht werden.

Schrift vor der Predigt von Herrn Abel Prudhomme gelesen: Röm. 3,20-26.
Solo vor der Predigt von Herrn Benjamin Kincaid Griffith gesungen:
“In Christ Alone” (von Keith Getty und Stewart Townend, 2001).