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DIE INSEL DER VERLORENEN SEELEN

THE ISLAND OF LOST SOULS
(German)

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt
Sonntag Abend, den 21. Juli 2013

“Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen.” (Röm. 8,6-8).


Der Apostel Paulus hat geschrieben, “fleischlich gesinnt sein ist der Tor.” Das beschreibt den Zustand von denen, die verloren sind. Der “Tod”, von dem er schreibt, ist der geistliche Tod. Davon hat er zweimal im zweiten Kapitel des Epheserbriefs geschrieben. Er schrieb, “Und auch euch, da ihr tot waret durch Übertretungen und Sünden.” (Eph. 2,1). Er schrieb, “da wir tot waren in den Sünden.” (Eph. 2,5). In der Anmerkung in der Scofield Study Bible zu Eph. 2,5 steht es, “Der geistliche Tod ist der Zustand des natürlichen, oder nicht wiedergeborenen, Menschen, da er noch in seinen Sünden ist, vom göttlichen Leben entfremdet, ohne den heiligen Geist.” (The Scofield Study Bible, 1917 Auflage; Anmerkung zu Eph. 2,5).

Der Apostel hat das Wort “Tod” den Worten “Leben und Friede” gegenübergestellt. Unbekehrt zu bleiben ist geistlich “tot” zu sein. Bekehrt zu werden ist “Leben und Frieden” zu haben. Dr. Martyn Lloyd-Jones hat darauf hingewiesen, daß “Friede” ein Mittelpunktswort im 8. Kapitel des Römerbriefs ist. Wer verloren ist, hat keinen Frieden. Damit meint Paulus “Frieden mit Gott.”

“Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus” (Röm. 5,1).

Warum haben nichtchristliche Leute keinen Frieden mit Gott? Der Grund wird im 7. Vers gegeben. Sie haben keinen Frieden

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

In der Fußnote zu diesem Vers in der englischen Genfer Übersetzung von 1599 steht es, “mit fleischlich gesinnt wird gemeint, ein nicht wiedergeborener Mensch.” Der unselige, nicht wiedergeborene Mensch ist “eine Feindschaft gegen Gott.”

Wenn wir diesen Vers im vollen Ernst nehmen, da gibt er eine furchtbar negative Ansicht an das Menschengeschlecht, wenn es im unbekehrten, sündvollen Zustand bleibe.

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

Auch wenn das sehr negativ sei, da ist das eine wahre Beschreibung der Menschheit. Lasset uns an zwei Pünkte denken, die aus unserem Text stammen.

I. Erstens ist der Text eine vollkommen wahre Beschreibung des Menschengeschlechts.

Am vergangenen Sonntag ging ich zum Schwimmbad. Dort traf ich eine Dame, die ich seit Monaten nicht gesehen hatte. Sie ist eine sehr nette Dame mit einem sehr angenehmen Wesen. Ich habe mich gefreut, sie nach mehreren Monaten wiederzusehen. Sie weiß natürlich, daß ich Pastor bin. Wie immer versuchte ich, unsere Unterhaltung positiv und nicht konfrontationell zu behalten. Ich vergesse warum, aber wir hatten nicht länger als einige Minuten gesprochen, bis sie sagte, sie konnte nicht an einen Gott glauben, der so viele Leiden in der Welt erlaubt. Da es so viele Leiden gibt, sagte sie, sie glaube an Gott nicht, und er sei daran schuldig. Sie hätte angeblich an ihn geglaubt, hätte er alles auf der Weise getan, wie sie meinte, er solle das tun! Ja, selbstverständlich verteidigte ich Gott. Ich habe gesagt, es sei der Mensch, nicht Gott, der so viele Leiden durch seine Rebellion gegen Gott in die Welt gebracht hat. Ihre Augen wurden aber glasig, und sie hörte nicht zu. Ich habe das Gespräch auf etwas anderes gebracht, und nachher hatten wir eine schöne Unterhaltung.

Was die Dame sagte war ein perfektes Beispiel davon, wie die verlorenen Menschen denken. “Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott.” Es gefällt ihnen nicht, wie Gott alles tut. Sie ärgern sich mit Gott. Wenn sie an Gott denken, regen sie sich auf gegen ihn auf einem oder auf einem anderen Grund. “Der Priester hat mich belästigt.” Das ist eine große Sache für die Katholiken. “Gäbe es einen Gott,” sagen sie, “da hätte er so was nicht erlaubt.” Ich antworte, “Ja, aber Gott hat nichts damit zu tun gehabe. Das war der Mensch, in seiner Sünde, der das getan hat!” Ihre Augen werden glasig. Sie hören einen nicht. Sie geben Gott immer weiter die Schuld.

“Ich habe Heuchler in der Kirche gesehen.” Das ist bei den Baptisten und Pentekostalen ganz groß. Ich antworte darauf, “Ja, aber Gott hat das nicht verursacht. Der sündvolle Mensch hat das verursacht. Gott hat sie nicht Heuchler gemacht. Sie machten sich selbst Heuchler.” Noch mal, da werden ihre Augen glasig, und sie schauen von mir weg. Und so geht es mit jedem einzelnen unbekehrten Menschen mit dem ich rede. Jeder meint, er sage so was tiefgreifendes—als wie niemand daran je gedacht habe!!! Doch ihre Klagen sind so gleich, sie seien fast allgemein!!! Jeder Unbekehrte redet genau so über Gott. Es ist, als man sie alle mit einer Gebäckform gemacht hätte! Ihre Äußerungen sind nicht nur allgemein, sondern wirklich ganz kindisch. “Mir gefällt es nicht, wie Gott alles tut—also bestrafe ich ihn damit, daß ich nicht an ihn glaube.” Quatsch! Sie beschädigen nur sich selbst. Wie verwöhnte Bengel greifen sie ihr Spielzeug auf und gehen weg, wenn das Lebensspiel nicht genau so gespielt werde, wie sie es spielen wollen!

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

Merket wohl, wie des Menschens verdorbene, fleischliche Natur sich in einer Kirche ausdrückt. Spaltungen in einer Kirche kommen immer von unbekehrten Kirchenmitgliedern. Ich meine, es gebe keine Ausnahmen—auf jeden Fall, keine von denen ich gehört habe. Wenn alles nicht genau so vorgeht, wie sie wollen, da nehmen sie ihr Spielzeug auf, sagen etwas in der Wut, und da hauen sie ab! Das Kennzeichen zeigt sich, wenn man versucht, mit ihnen vernünftig zu reden, oder ihnen die Schrift zeigt. Man sagt, “Gott will aber nicht, daß du die Kirche verlassest!” Sie können einen nicht hören. Ihre Augen werden glasig, und sie schauen weg. Ich habe keinen gekannt, der versöhnt werden konnte, nachdem er entschieden hatte, eine Kirche zu verlassen—keinen! Warum?

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

Ein Fräulein, das bei meiner Bank arbeitet, sagte, sie sei bei einer kleinen baptistischen Kirche in der Nähe meines Hauses Mitglied gewesen. Sie sagte, ihre Eltern haben sich geärgert und die Kirche verlassen—und sie fühlte sich ohne sie nicht mehr zu Hause. Ich wollte mit ihr vernünftig reden, aber ihre Augen wurden glasig, und sie schaute weg. Sie meinte, ihre Elten hätten Recht, die Kirche zu spalten, auch wenn sie jetzt keine Kirche besuchen, sie selber wurde dabei weggeblasen, und die Kirche so zerrissen wurde, daß sie kaum mehr existiert—mit nur einigen alten Damen dort! Wenn man versucht, mit solchen Leuten vernünftig zu reden, da reagieren sie immer auf der selben Weise—als wie sie alle aus der selben Gebäckform kämen! Ihre Augen werden glasig, und sie schauen weg. Warum?

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

Nur noch ein Beweis! Predige ihnen feste evangelistische Predigte. Gebe ihnen kräftige Gebetssitzungen. Gebe ihnen Essen, und Gemeinschaft, und guten Rat—und was machen fast alle von ihnen? Sie finden irgendeinen Grund zu streiten! Sie entdecken irgendeinen Grund, sich aufzuregen. Daran sind sie nicht schuld! Ach nein, daran könnten sie nie daran schuld sein! Man kann alles, was möglich ist, sie dort zu behalten—und was machen sie? Ihre Augen werden glasig, und sie wenden sich ab

,

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

Ja, dieser Text beschreibt das unbekehrte Menschengeschlecht genau richtig.

II. Zweitens zeigt der Text, wie allgemein dieser arge Zustand ist.

Niemand hat das deutlicher dargestellt als der Apostel Johannes, der schrieb,

“Wir wissen, daß wir von Gott sind und die ganze Welt im Argen liegt ” (I John 5:19).

Die ganze Welt liegt unter dem Fluch, der auf Adam kam, und deswegen,

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

H.G. Wells war ein Atheist, der den Darwinismus stark förderte. Man sieht das in allen Filmen, die aus seinen Romanen stammen, wie “Der Krieg der Welte,” “Die Zeitmaschine,” “Die verlorene Welt,” und besonders “Die Insel der verlorenen Seelen.” Ich habe den Roman nie gelesen, aber ich habe zweimal den Film, vom Jahr 1932, gesehen. Man hat “Die Insel der verlorenen Seelen” dreimal gedreht, aber nur die Version von 1932 ist des Anschauens wert. Der Kritiker Leonard Maltin hat dem Film dreieinhalb Sterne aus vier gegeben. Das ist die Geschichte eines verrückten Wissenschaftlers, von Charles Laughton gespielt, der auf einer entfernten Insel wohnt, wo er die Tiere des Dschungels zu halbmenschlichen Untieren verwandelt, die er “humanimals” (Menschtiere) nennt. Einer dieser Monster wird von Bela Lugosi, den man hauptsächlich als “Drakula” kennt, gespielt. Lugosi, als Halbmensch/Halbhund, greift Laughton am Ende des Filmes an, und fragt, “Sind wir nicht Menschen?” Wie immer erwähnt dieser Film von H.G. Wellsen Geschichte häufig den Darwinismus. Wenn ihr diesen Film anschauet, lasset kleine Kinder diesen Film nicht sehen. Man hat ihn 1932 gedreht, und der Film wird oft wirklich erschreckend, besonders am Ende. “Die Insel der verlorenen Seelen.”

Kurz vor seinem Tode sagte C.S. Lewis einem Freund, er habe entschlossen, die Evolution sei “die Hauptlüge unserer Zeit.” Er hatte auch Recht. Darwins Theorie war wirklich nur Sciencefiction. Die meisten Menschen wissen nicht, Darwin hatte auch nicht einen einfachen Diplom in der Wissenschaft. Sein einziger Grad war in der unitarischen Theologie. Seine Bücher sind wie die victorianische Sciencefiction, wie die Geschichten von Jules Verne. Doch seine “Theorie der Evolution” hat viele der Übel der modernen Welt zur Licht gebracht, einschließlich der Nazismus von Hitler, der Kommunismus, und die Schlachterei der Abtreibung. H.G. Wells war ein Anhänger von Darwin.

Doch merkwürdigerweise beschreibt “Die Insel der verlorenen Seelen” einigermaßen die jetzige Welt! Das Menschengeschlecht wohnt auf einer “Insel der verlorenen Seelen.” Wir sind aber nicht durch die Evolution dazugekommen! Es gibt ein altes Gedicht von zwei Affen, die in einem Baum reden. Einer sagt dem anderen das folgende, das etwa so übersetzt wird,

“Ja, der Mensch stammte ab, der widerwillige Fluch,
aber, Bruder, er stammte nicht von uns ab!”

Die Menschen wurden eigentlich “verlorene Seelen”, als Adam am Anfang der Zeit im Garten gegen Gott rebellierte. Und die Rebellion unseres Urvaters ist das Vermächtnis seiner Abstämmigen. In der Bibel steht es, “Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt” (Röm. 5,12). Noch mal, “durch eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind” (Röm. 5,19). Jeder Mensch wird mit einer Natur geboren, die von der “Erbsünde” verdorben ist. In der 1599 englischen Genfer Bibel steht es, “Mit der Sünde wird gemeint jede Krankheit, die wir alle geerbt haben, und man nennt das üblicherweise 'die Erbsünde'” (Anmerkung zu Röm. 5,12).

Ich weiß, der “moderne” Mensch haßt die Lehre der “Erbsünde.” Doch ihr Haß daran bestätigt nur, daß dieses die Wahrheit ist! Ich vermute, keine Lehre in der Bibel, mit der einzigen Ausnahme von der Lehre der Hölle, wird mehr gehaßt, sowie auch ihre logische Folge, die totale Verdorbenheit. Doch keine Lehre ist leichter zu beweisen, wenn man die Menschen nur beobachtet.

Zum Beispiel, braucht man einem Kind zu lehren, wie man böse sein kann? Selbstverständlich nicht! Sie sind von der Natur aus böse. Es steht in der Bibel, der Mensch sei “von Mutterleib an ein Übertreter genannt.”

Der Schriftsteller William Golding bildete die totale Verdorbenheit der Menschen in seinem berühmten Roman, “Lord of the Flies”. (Der Herr der Fliegen,) Das ist die Geschichte eines englischen Knabenchors, der auf einer Insel ihrem Schicksal überlassen wird. Am Anfang waren sie sehr zivilisiert, und sie verhielten sich wie junge Gentlemen. Nach nur kurzer Zeit stiegen sie in den Wahnsinn und die Brutalität ab. Niemand brauchte, ihnen zu lehren, wie man unzivilisiert wird. Es kam ihnen ganz natürlich, aus ihren verdorbenen Naturen—aus der Erbsünde unseres Urvaters, Adam. Übrigens ist “der Herr der Fliegen” ein Name, den die Bibel zu Satan gibt—Beelzebub. Die kleinen englischen Sängerknaben, als sie aus dem Rahmen der Zivilisation gezogen wurden, stiegen geschwind unter der Herrschaft von Satan, dem Herrn der Fliegen, in die Brutalität ab.

Jeder, der die Kinder kennt, und sie in der Kirche anschaut, sieht dieses immer wieder. Die Kinder kommen, schön in ihren Kirchenkleidern angezogen, herein, mit Bibeln in ihren Händen. Aber sobald sie meinen, es schaue kein Erwachsener an, da treiben sie etwas ungezogenes—ob es lügen, klauen, oder—na, ihr wißt schon alle, was die Kinder tun! Niemand braucht ihnen zu lehren, wie man rebelliert und böse wird. Das tun sie ganz von Natur aus. Habt ihr gewußt, es gab eine Hiphopgruppe mit dem Namen, “Naughty By Nature”? (Von Natur aus ungezogen). So ein Name! Das beschreibt wirklich das ganze Menschengeschlecht—von der Natur aus ungezogen

!

Wenn die kleinen Kinder in der Kirche den Pastor oder einen Dekan sehen, da schrecken sie oft zurück, als wie man sie erwischt habe! Also reagieren sie, auch wenn sie zur Zeit nichts böses tun! Sie schrecken zurück, mit einem erschrockenen Gesicht—genau wie ihr Urvater Adam gewiß aussah, als Gott ihn bei seiner Sünde im Garten erwischte.

Die “braven” Teenagers in meiner Klasse in der Sonntagsschule lächelten und sahen ganz süß aus, solange ein Erwachsener anwesend war. Aber sobald der Erwachsene fort war fingen sie an, dreckige Witze zu erzählen. Das hat mich vorerst verwirrt; dann erkannte ich aber (auch bevor ich bekehrt wurde), daß sie falsch waren, gar keine echten Christen. Man braucht die Gnade Gottes, das zu sehen. Die meisten Menschen sehen es aber nie so. Also gehen sie hinaus und sagen, die Kirche sei voll Heuchler. Ich höre das andauernd, “Ich verließ die Kirche, weil sie voll Heuchler war.” Das ist aber nicht wahr! Es heißt eigentlich, es gibt Leute in der Kirche, die keine Christen sind, Leute die nie bekehrt worden sind. Ich glaube nun, es ist nicht ganz richtig zu sagen, sie seien meistens “Heuchler”. Sie sind einfach verlorene Menschen. Das sind Menschen, die in die Kirche kommen, aber nie bekehrt worden sind. Und solche Leute sind “von Natur aus ungezogen” sind. Sie können nicht anders! Sie sind in der Falle der Sünde gefangen! Sie können nicht herauskommen! Wie die “Menschtiere” auf der “Insel der verlorenen Seelen, da können sie ihre sündvollen, fleischlichen Naturen nicht beherrschen! Das “Menschtier”, von Bela Lugosi gespielt, sagte, “Sind wir nicht Menschen?” Sie waren so abgekommen, sie waren eher tierisch als menschlich! So eine Abbildung der verdorbenen Menschen in unserer Welt heute Aben! Auch, etwas weniger, so eine Abbildung der Unbekehrten in unseren Kirchen. Ich habe manchmal gesehen, wie solche Leute sich wirklich mehr wie Tiere als wie Menschen verhalten!

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

Pastor Richard Wurmbrand war lutherischer Pfarrer, der von den Kommunisten in Rumänien gefoltert wurde, weil er Christ war. Als er vor einem Ausschuß der Senatoren im US-Senat sprach, sagte Pastor Wurmbrand den Senatoren,

Christen [wurden] an Kreuze vier Tage und Nächte gebunden. Diese Kreuze wurden auf dem Fußboden gelegt, und Hunderte der Gefangenen mußten über die Körper der Gekreuzigten urinieren und defäkieren. Dann wurden die Kreuze wieder errichtet, und die Kommunisten höhnten, “Schauet eueren Christum an! Wie schön er ist! So einen Duft bringt er vom Himmel!” Ich habe beschrieben, wie, nachdem er mit Folterung fast verrückt gemacht worden war, ein Priester gezwungen wurde, menschlichen Kot und Urin zu konzekrieren, und diese den Christen als die heilige Kommunion zu geben. Das ist im rumänischen Gefängnis bei Pitesti geschehen. Ich fragte den Priester nachher, warum er nicht lieber stürbe, als sich bei dieser Spotterei zu beteiligen. Er antwortete, “Bitte, verurteilen Sie mich nicht! Ich habe jetzt schon mehr als Christus gelitten.” Die biblischen Beschreibungen der Hölle, und die Schmerzen in Dantes Inferno sind nichts neben der Folterung in den kommunistischen Gefängnissen (Richard Wurmbrand, Th.D,. Tortured for Christ, Living Sacrifice Book Company, 1998 Auflage, S. 36. 37).

Das bildet die Grausamkeiten ab, die stattfinden können, weil der Mensch von der Sünde vergiftet worden ist!

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen.” (Röm. 8,7-8).

Dr. Lloyd-Jones schrieb diese einsichtsvolle Erklärung von unserem Text. Höret sorgfältig zu—weil es dich beschreibt, wenn du nicht bekehrt worden bist.

Der Ungläubige ist nicht nur geistlich tot, sondern ist gleichzeitig “wie eine Feindschaft wider Gott,” und sein ganzes Verständnis zu Gott ist ganz falsch. Er betrachtet Gott als einen Feind. Gott ist einer, der ihm mißfällt. Er möge sagen, er glaube an Gott, aber...er meint, Gott sei gegen ihn, er wünscht, es gäbe keinen Gott. Ganz klar kann so ein Mensch Gott nicht gefallen, noch kann die Gerechtigkeit des Gesetzes Gottes in ihm erfüllt werden. Eine zweite Wahrheit vom Ungläubigen ist, daß er ist dem Gesetz Gottes nicht untertan; er haßt das Gesetz Gottes. Die Welt zeigt das heute. Sie haßt sogar eine Ahnung von Gott; sie haßt Disziplin; und was sie “Freiheit” nennt ist nichts als gesetzlos zu sein. Von der Natur aus, und in der Sünde, will der Mensch ein Gesetz an sich sein. Er will tun, was er tun mag, was ihm gefällt...Und er erhebt Einspruch gegen jeden Vorschlag des Gesetzes und des Disziplins...Der Ungläubige ist dem Gesetz Gottes nicht untertan. Er ist tatsächlich fähig, so zu sein--“er vermag's nicht.” Da er das ist, was er ist, wegen der Verderbung, wegen der Kraft des Übels, der in ihm ist, da kann er sogar nicht wollen, dem Gesetz Gottes untertan zu sein.” (D. Martyn Lloyd-Jones, M.D., Romans: An Exposition of Chapter 8:5-17, the Banner of Truth Trust, 2002 Auflage, S. 43).

Dann, bei seiner Anmerkung zur selben Perikope in Röm. 8, schrieb Dr. Lloyd-Jones, “Bevor wir Christen werden kämpfen wir gegen das Gesetz Gottes; im Moment, wenn wir Christen werden, da endet dieser Kampf, und es gibt Frieden.” (Item., S. 45).

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

Wenn du nicht bekehrt worden bist, beschreibt das dich nicht, mindestens einigermaßen? Stimmt es nicht, du singst Hymnen wirklich nicht Gerne? Stimmt es nicht, du sitzest nicht gerne Samstag Abends beim Gebetstreffen, währent du christlichen Menschen beten hörst? Stimmt es nicht, du gewinnst nicht gerne Seelen? Stimmt es nicht, du wärest lieber wo anders Sonntags—mindestens ab und zu? Stimmt es nicht, du meinst, die Kirche sei zu streng? Stimmt es nicht, du denkst gerne an Dinge, die, wie du weißt, Undinge sind—aber du betest wirklich nicht gerne, wenn du alleine bist? Und beweisen alle dieser Dinge dir nicht, daß du ein verlorener Sünder bist, fleischlich gesinnt und verloren?

“Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.” (Röm. 8,7).

Wenn nun etwas dabei dich beschreibt, was kannst du dafür? Es gibt für dich nur zwei Möglichkeiten.

1.    Du kannst dich einigerzeit zwingen, in die Kirche zu kommen, und dann die Kirche verlassen. Ab und zu verlassen Menschen unsere Kirche auf genau diesem Grund. Sie wollten nicht hören, was Gott von ihnen verlangt, und sie wollten nicht unter solchen strengen Regeln in der Kirche bleiben. Also haben sie die Kirche verlassen. Eine Zeit lang erleichtert das für sie alles. “aber der Verächter Weg bringt Wehe.” (Spr. 13,15). “Die Gottlosen haben nicht Frieden, spricht mein Gott.” (Jes. 57,21). Schließlich haben ihre Herzen keine Ruhe und keine Befriedigung. Wie der hl. Augustine zu Gott sagte, “Unsere Herzen haben keine Ruhe, bis sie in dir die Ruhe finden.” .

2.    Du kannst aber an Gott beten, er bekehre dein Herz, und erneuere deinen Sinn. Nur Christus kann das in dir und für dich tun! Nur Christus kann dir den Frieden mit Gott, und den Frieden in deiner Seele geben. “Ihr müsset von neuem geboren werden.” Nur Gott kann das in dir tun. Nur Gott kann dich deiner Sünde überzeugen, und dich zu Christo ziehen, damit er dich rein macht! Rufe zu ihm, denn nur er kann dich selig machen. Nur Christus kann von dir den fleischlichen Sinn nehmen, und dir ein neues Herz schenken, damit du Gott lieben kannst—anstatt des rebelliösen Herzens, das du jetzt hast! “Na,” sagst du, “dazu wäre ein Wunder nötig!” Du hast recht! Ein Wunder wäre doch nötig!

Als er aber meine Seele heilte,
   Mich rein und ganz machte,
Dazu war ein Wunder nötig!
   (Übersetzung von “It Took a Miracle”
      von John W. Peterson, 1921-2006).

Anne Steele (1760), eine Komponistin der Hymnen in der ersten Großen Erweckung, schrieb:

Ach, verwandle diese unsere elenden Herzen,
   Und gib ihnen das göttliche Leben!
Dann werden unsere Leidenschaften und unsere Kräfte,
   Allmächtiger Gott, die deinen sein.
(Übersetzung von “How Helpless Guilty Nature Lies”
      von Anne Steele, 1717-1778; zur Melodie “O Set Ye Open Unto Me”).

Wenn du mit uns reden will, wie man wiedergeboren wird, und wie man echter Christ wird, verlasse nun deinen Platz jetzt, und gehe hinten im Saal. Dr. Cagan wird dich zu einem ruhigen Zimmer bringen, wo wir reden und beten können. Dr. Chan, beten Sie, bitte, für alle, die geantwortet haben. Amen.

(ENDE DER PREDIGT)
Du kannst Dr. Hymers Predigte jede Woche am Internet lesen, an
www.realconversion.com. “Predigte auf Deutsch” anklicken.

Sie dürfen Dr. Hymers auf Englisch Email senden, an rlhymersjr@sbcglobal.net
oder ihn anschreiben, an P.O. Box 15308, Los Angeles, CA 90015, USA. Oder
rufen Sie ihn an (auf Englisch), an (818) 352-0452.

Schrift vor der Predigt von Herrn Abel Prudhomme gelesen: Röm. 8,1-8.
Solo vor der Predigt von Herrn Benjamin Kincaid Griffith gesungen:
“It Took a Miracle” (von John W. Peterson, 1921-2006).


GRUNDRIß VON

DIE INSEL DER VERLORENEN SEELEN

von Dr. R. L. Hymers, Jr.

In der Baptist Tabernacle of Los Angeles gepredigt
Sonntag Abend, den 21. Juli 2013

“Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen.” (Röm. 8,6-8).

(Ephesians 2:1, 5; Romans 5:1)

I.    Erstens ist der Text eine vollkommen wahre Beschreibung des Menschengeschlechts, Röm. 8,7.

II.   Zweitens zeigt der Text, wie allgemein dieser arge Zustand ist.,
I Joh. 5,19; Romans 5,12. 19; Jes. 48,8; Spr. 13,15; Jes. 57,21; Joh. 3,7.